01.09.2008
21,00 Uhr
Yves Saint Laurent
His Life and Times
&
5 Avenue Marceau 75116 Paris
Im Rahmen der Buchvernissage von A La Mode zeigt das Corner College zwei Dokumentarfilme in Spielfilmlänge über den Mann, der die Damenmode neu interpretiert hat. His Life and Times ist eine intime Biografie mit ausführlichen Interviews mit dem zurückgezogen lebenden Designer. 5 Avenue Marceau 75116 Paris hingegen ist ein Blick hinter die Kulissen von Saint Laurents legendärem Atelier während der Arbeit an seiner letzten Kollektion im Jahr 2002. (Regie: David Teboul, Frankreich, 2002)

Yves Saint Laurent (1936 – 2008)
08.09.2008
21,00 Uhr
50 Cent - Get Rich or Die Trying
Die Tagline sagt dazu "A tale of an inner city drug dealer who turns away from crime to pursue his passion, rap music." und der Rest der Geschichte ist ja bestens bekannt. Der Film kriegt bei IMDB ganze 3.7 von 10 Punkten aber mal schauen, vielleicht ist er gar nicht so schlecht.
Regie: Jim Sheridan, USA, 2005

Curtis Jackson aka. 50 Cent
13.10.2008
21,00 Uhr
Mister Lonely von Harmony Korine
Corner Kino zeigt den dritten, lang ersehnten Spielfilm des amerikanischen Regisseurs Harmony Korine (Gummo, Julien Donkey-Boy). "Mister Lonely", ein Doppelgänger von Michael Jackson (Diego Luna), verdient sein Geld auf den Straßen von Paris. Während einer Vorstellung verfällt er einer strahlend schönen "Marilyn Monroe" (Samantha Morton), die ihn auf eine Reise in die schottischen Highlands zu einer merkwürdigen Gemeinschaft von Doppelgängern einlädt. Dort leben Abraham Lincoln, Rotkäppchen, die drei Stooges, die Königin von England, der Papst, Madonna, Buckwheat, Sammy Davis Jr. – und Marilyns Tochter Shirley Temple mit ihrem Mann Charlie Chaplin (Denis Lavant), einem finsteren Manipulanten. Alle zusammen bereiten sie ihren ersten gemeinsamen Auftritt vor.

Michael & Marilyn
Die Kritiken des Films sind sehr unterschiedlich, doch eigentlich ist das sekundär, denn Werner Herzogs Auftritt alleine macht die Sache sehenswert.

Michael
Parallel dazu präsentiert Nieves das Sktript-Buch zum Film, welches zu Beginn dieses Jahres erschienen ist.
Mister Lonely Skript Buch

Mister Lonely Skript Buch
27.10.2008
21,00 Uhr
Ways of Seeing von John Berger

Ways of Seeing, John Berger, 1972
"Ways of Seeing" ist eine vierteilige Fernseh-Serie, die John Berger zusammen mit Produzent Mike Dibb 1972 für die BBC realisiert hat. Die Serie bildete parallel das Fundament für das gleichnamige Buch, welches kurz darauf bei Penguin erschienen ist. "Ways of Seeing" kritisiert die vorherrschende kulturelle Ästhetik des Westens und hinterfragt die in der abendländischen Kulturproduktion versteckten ideologischen Werte. Corner College zeigt alle vier Teile à je 30 Minuten im Originalton und ohne Untertitel.
Art, Benjamin, Cosmetics

Folge 1
Men Dream of Women

Folge 2
The History of Oil Painting

Folge 3
Selling Glamour

Folge 4
John Berger wurde 1926 in London geboren. Er absolvierte ein Kunststudium und war dann Zeichenlehrer und Maler mit mehreren erfolgreichen Ausstellungen. In den fünfziger Jahren beteiligte er sich an der internationalen Kampagne "Artists for Peace". Seine Kunstkritiken erschienen in zahlreichen Zeitschriften. Außerdem arbeitete er für das Fernsehen und schrieb Drehbücher. 1989 erhielt Berger den Österreichischen Staatspreis für Publizistik. Heute lebt er in einem Bergdorf der Haute Savoie, weil er sich hier "näher an der wirklichen Welt" fühlt. Für sein Werk erhielt John Berger 1991 den Petrarca-Preis.
Buchbesprechung von Peter Biľak
10.11.2008
21,00 Uhr
Still Life von Harun Farocki
According to Harun Farocki, today's photographers working in advertising are, in a way, continuing the tradition of 17th century Flemish painters in that they depict objects from everyday life - the "still life". The filmmaker illustrates this intriguing hypothesis with three documentary sequences which show the photographers at work creating a contemporary "still life": a cheese-board, beer glasses and an expensive watch.

Still Life, Harun Farocki, 1997
This remarkable film by Harun Farocki is a powerful essay and commentary on contemporary life. It compares the still-lifes of the Dutch painters with the still-lifes of today: Photographs for advertisements for cheese, beer and watches. Farocki's film is about objects because, according to the director, "Gods and heroes are no longer imaginable." Using behind-the-scenes glimpses of modern advertising offices, where employees toil at the proper placement of objects for maximum sales effect, Farocki presents a vision of our reality in which objects bear witness to their producers. In these objects is a new image of man. With English commentary.

The cheese board
24.11.2008
21,00 Uhr
Der VW-Komplex von Hartmut Bitomsky
Im Rahmen der Krise in der Automobilbranche und unserer Reihe deutscher "Hardcore-Dokumentarfilme" zeigen wir Hartmut Bitomskys "Der VW-Komplex" über den das Zweitausendeins Filmlexikon schreibt: "Dokumentarischer Film über die Geschichte des Automobilkonzerns Volkswagen, verknüpft mit Aspekten aus der Geschichte der Stadt Wolfsburg. Weniger an den sozialpolitischen Aspekten des Themas interessiert, reflektiert er in bewußt assoziativer Kommentierung über den Konzern, die Fabrikhallen, die Menschen und Maschinen. Im Zusammenspiel aus den klug aufgenommenen Bildern und dem hintersinnigen Kommentar ergibt sich eine ebenso komplexe wie spannende Auseinandersetzung mit der industriellen Arbeit und der Schwierigkeit ihrer Abbildbarkeit."

Der VW-Komplex, 1988
Oder aber: "Einer der besten Dokumentationen, die je gemacht wurden. Sie beschreibt den Werdegang der Volkswagenbetriebe. Von Porsches erstem Entwurf für den Käfer, über Hitler, bis zum Golf. In Cinemascope
seeehr langsam gefilmt und gesprochen. Ein Meisterwerk, dem man sich nicht entziehen kann." (Bulga)

Seeehr langsam gefilmt.
Die gezeigte Version ist ein digitalisiertes VHS-Tape, die Qualität also teils schwierig, doch leider ist dieser Film bislang nicht auf DVD erschienen. Deutsche Fassung, Dauer ca. 90 Minuten.
http://www.imdb.com/title/tt0122301/
18.01.2009
18,00 Uhr
If One Thing Matters –
A Film About Wolfgang Tillmans
In den 90er Jahren wurde Wolfgang Tillmans mit Fotos von Partys und Club-Leben bekannt. Seine Bilder wirkten, als habe er zufällig auf den Auslöser einer Kamera gedrückt. Heute zählt er zu den bekanntesten Fotografen der Welt. Vier Jahre lang hat Filmemacher Heiko Kalmbach ihn mit der Videokamera begleitet und im privaten wie beruflichen Alltag beobachtet.
Corner College zeigt den Film in Anwesenheit des Filmemachers Heiko Kalmbach. Im Anschluss der Filmvorführung findet ein gemeinsames Gespräch statt.

Wolfgang Tillmans
"If One Thing Matters" fängt die Stimme Tillmans' ein und nicht die von Experten. In seiner vermeintlichen Beiläufigkeit ist der Film dicht an seinem Protagonisten, ganz gleich, ob Tillmans liebevoll Staub von seinen Zimmerpflanzen entfernt oder, ebenso präzise und akribisch, mit Engelsgeduld seine Ausstellungen aufbaut. Außergewöhnlich sind Einblicke in Dreharbeiten zu Tillmans' Videodebüt mit der Pop-Band Pet Shop Boys, die offenlegen, dass seine innere Bereitschaft zum Scheitern auch seinen Erfolg ermöglicht hat. Ob er schillernde Stars oder graue Mäuse abbildet, Tillmans' künstlerische Größe offenbart sich im Abpassen des unerwarteten Moments, denn, so Tillmans, "jedes ausgedachte Zeug ist eben nur ausgedachtes Zeug". Indem Kalmbach Banales und Glamouröses gleichwertig verdichtet, dabei stets den ungeahnten Augenblick zu fassen vermag, tut er es seinem Sujet erfolgreich nach.
-- Ansgar Vogt
26.01.2009
19,00 Uhr
Mad Max I
Im Rahmen der Ausstellung "Dada & Fluxus" im Cabaret Voltaire präsentiert der Shop des Dada Hauses in Kooperation mit Corner College eine vierteilige Veranstaltungsreihe zum Thema "postfossiles Zeitalter". Die Reihe ist aufgeteilt in zwei Filmvorführungen und zwei Vorträge.

Auf der Suche nach dem Sprit.
Den Start der Reihe bildet Mad Max I (1979): Die Erde ist wüst, die Ordnung zerfallen, und auf den Highways liefern sich Banden und Polizei wilde Rennen. Den grausamen Motorradrockern "Glory Riders" stehen schwerstbewaffnete Cops mit 600 PS-starken Karossen gegenüber. Einer der letzten aufrechten Gesetzeshüter ist Max. Als bei einer Jagd auf die Rocker sein bester Freund stirbt, quittiert Max den Dienst. Mit seiner Frau Jessie und seinem Sohn zieht er durchs Land, kann dem Endzeitkrieg jedoch nicht entkommen. Der sadistische Toecutter tötet Max' Kind und schlägt Jessie zum Krüppel. Aus Max wird "Mad Max" und bis an die Zähne bewaffnet startet er seinen Rachefeldzug...
Ab 19 Uhr wird ein fossil angehauchtes Nachtessen serviert, der Film beginnt um 21 Uhr.
Cabaret Voltaire
02.02.2009
21,00 Uhr
A Crude Awakening / The Oil Crash
Im Rahmen der Ausstellung "Dada & Fluxus" im Cabaret Voltaire präsentiert der Shop des Dada Hauses in Kooperation mit Corner College eine vierteilige Veranstaltungsreihe zum Thema "postfossiles Zeitalter". Die Reihe ist aufgeteilt in zwei Filmvorführungen und zwei Vorträge.

A Crude Awakening / The Oil Crash (2006)
Teil 3:
Filmvorführung von "A Crude Awakening / The Oil Crash"
Wir wissen es alle. Öl ist eine nicht erneuerbare Ressource. Doch obwohl die globale Wirtschaft direkt oder indirekt davon abhängt, fragen sich nur sehr wenige, was passiert, wenn die allerletzte Quelle versiegt sein wird. Dabei hat die Geschichte gezeigt, dass Öl nicht ewig aus dem Boden sprudelt. In Baku (Aserbaidschan), dem Maracaibo-See (Venezuela) und Texas (USA), die Anfang des letzten Jahrhunderts einen Grossteil des schwarzen Goldes gefördert haben, ist der Spass mittlerweile vorbei. Übrig geblieben sind nur noch Industrieruinen. Dabei haben zu der Zeit ganze Kontinente wie Asien und Afrika noch fast kein Öl gebraucht.

It's a winner!
Wenn aber die Ökonomien Indiens und Chinas weiterhin so wachsen werden wie bisher, wird der Öl-Verbrauch noch weiter ansteigen. "Peak Oil" ist nur noch eine Frage der Zeit. So nennen Wissenschafter das Phänomen, wenn die maximale Fördermenge erreicht ist, und es stetig weniger wird. So tauchen fragen auf. Werden Kriege geführt werden für die letzten Ölreserven? Wieviel Öl gibt es wirklich noch? Werden wir alle bald wieder wie im 19. Jahrhundert leben müssen? Gibt es Alternativen zur Energiegewinnung? Der Dokumentarfilm "A Crude Awakening - The Oil Crash" sucht Antworten.
Cabaret Voltaire
Official Oil Crash Website
01.03.2009
20,00 Uhr
Herzog in Hollywood 1/4:
Grizzly Man
Die vierteilige Reihe "Herzog in Hollywood" wird von Norina Allemann und Susanne von Ledebur präsentiert und jeweils mit einer kurzen Einführung gestartet. "Herzog in Hollywood" zeigte folgende vier Filme:
01.03.2009 -- Grizzly Man
08.03.2009 -- Incident at Loch Ness
15.03.2009 -- Julien Donkey Boy
22.03.2009 -- Encounters at the End of the World
Werner Herzog lebt seit einigen Jahren in Los Angeles. Er habe in diejenige amerikanische Stadt ziehen wollen, die am meisten Substanz habe, erklärte Herzog dem "Guardian" die Wahl seines Wohnorts. Das sei definitiv nicht New York, weil New York zu einem guten Teil auf einer aus Europa geliehenen Kultur basiere. Los Angeles hingegen habe eine eigene Schaffenskraft, die Stadt weise eine faszinierende Dichte an Dingen und Menschen auf, die es sonst in der Welt nicht gibt. Die Kontrollstation für die Marsmission in Pasadena sei zum Beispiel keine dreissig Minuten von seinem Wohnort entfernt, so Herzog, und er gehe regelmässig hin. Und nicht zuletzt würden in Los Angeles die kollektiven Träume der ganzen Welt gefertigt, sagte Herzog und meinte damit selbstverständlich Hollywood.
Tatsächlich scheint der deutsche Regisseur mittlerweile in Hollywood angekommen zu sein. Nach seinem ersten Hollywoodfilm "Rescue Dawn" mit Christian Bale in der Hauptrolle hat er soeben einen Horrorthriller abgedreht und Produzent von "My Son, My Son, What Have Ye Done" ist kein Geringerer als David Lynch. Wie sehr Herzog und seine Filme in Amerika zu allgemeiner Bekanntheit gelangt sind, zeigt sich unter anderem daran, dass sich gleich mehrere amerikanische Filmemacher auf ihn beziehen. Beispielsweise Harmony Korine. Das enfant terrible des amerikanischen Films setzt Werner Herzog in seinen Filmen als Schauspieler ein, zuletzt in "Mister Lonely". Wir zeigen "Julien Donkey Boy" (1999). Darin lässt Korine ihn nicht nur den bösen Vater spielen - den "Evil German" wie ihn Herzog auch in Zak Penns "The Grand" verkörpert – Herzog kommt auch über eine lange Strecke aus dem Off zu Wort und erzählt in seiner unnachahmlichen Weise eine seiner vielen Geschichten. Diese Hommage zeigt Herzog als jene Legende, zu der er sich selbst gerne stilisiert. Weniger seiner Person, als vielmehr seiner Art zu filmen und seinem Verständnis von Fakten und Fiktion ist "Incident at Loch Ness" (2003) gewidmet. Regisseur Zak Penn lässt Herzog hier nicht nur von seinen abstrusen Abenteuern berichten, er spielt regelrecht mit Herzogs Wahrheitsverständnis. Erfindet Herzog in seinen Dokumentarfilmen Szenen dazu, um eine Figur klarer zu zeigen und lässt er in seinen fiktionalen Filmen tatsächlich auf dem Set geschehen, was der Zuschauer zu sehen bekommt, so führt Penn diese Verzahnung von Fakten und Fiktion nochmals eine Drehung weiter.

Grizzly Man
Umrahmt werden diese beiden Filme von Werner Herzogs zwei letzten Dokumentarfilmen, die zu seinen beeindruckendsten gehören und mit denen er in Amerika auf grosses Echo gestossen ist. In "Grizzly Man" (2005) verwebt Herzog das Filmmaterial des selbst ernannten Grizzly-Beschützers Treadwell mit seiner eigenen Spurensuche nach der Hinterlassenschaft des Bärenfreaks, der es zu einiger Berühmtheit gebracht hatte, bis er 2003 von einem Grizzly angefallen und gefressen wurde. In "Encounters at the End of the World" (2007) reist Herzog in die Antarktis, um dort auf eine Gruppe forschender Sonderlinge zu stossen, inmitten sensationeller Naturphänomene. Herzogs letzter Dokumentarfilm wurde für einen Oscar nominiert und bis wir ihn im März zeigen, hat er ihn vielleicht schon gewonnen. Dann wäre Herzog endgültig in Hollywood angekommen.
08.03.2009
20,00 Uhr
Herzog in Hollywood 2/4:
Incident at Loch Ness
Die vierteilige Reihe "Herzog in Hollywood" wird von Norina Allemann und Susanne von Ledebur präsentiert und jeweils mit einer kurzen Einführung gestartet. "Herzog in Hollywood" zeigte folgende vier Filme:
01.03.2009 -- Grizzly Man
08.03.2009 -- Incident at Loch Ness
15.03.2009 -- Julien Donkey Boy
22.03.2009 -- Encounters at the End of the World
Werner Herzog lebt seit einigen Jahren in Los Angeles. Er habe in diejenige amerikanische Stadt ziehen wollen, die am meisten Substanz habe, erklärte Herzog dem "Guardian" die Wahl seines Wohnorts. Das sei definitiv nicht New York, weil New York zu einem guten Teil auf einer aus Europa geliehenen Kultur basiere. Los Angeles hingegen habe eine eigene Schaffenskraft, die Stadt weise eine faszinierende Dichte an Dingen und Menschen auf, die es sonst in der Welt nicht gibt. Die Kontrollstation für die Marsmission in Pasadena sei zum Beispiel keine dreissig Minuten von seinem Wohnort entfernt, so Herzog, und er gehe regelmässig hin. Und nicht zuletzt würden in Los Angeles die kollektiven Träume der ganzen Welt gefertigt, sagte Herzog und meinte damit selbstverständlich Hollywood.
Tatsächlich scheint der deutsche Regisseur mittlerweile in Hollywood angekommen zu sein. Nach seinem ersten Hollywoodfilm "Rescue Dawn" mit Christian Bale in der Hauptrolle hat er soeben einen Horrorthriller abgedreht und Produzent von "My Son, My Son, What Have Ye Done" ist kein Geringerer als David Lynch. Wie sehr Herzog und seine Filme in Amerika zu allgemeiner Bekanntheit gelangt sind, zeigt sich unter anderem daran, dass sich gleich mehrere amerikanische Filmemacher auf ihn beziehen. Beispielsweise Harmony Korine. Das enfant terrible des amerikanischen Films setzt Werner Herzog in seinen Filmen als Schauspieler ein, zuletzt in "Mister Lonely". Wir zeigen "Julien Donkey Boy" (1999). Darin lässt Korine ihn nicht nur den bösen Vater spielen - den "Evil German" wie ihn Herzog auch in Zak Penns "The Grand" verkörpert – Herzog kommt auch über eine lange Strecke aus dem Off zu Wort und erzählt in seiner unnachahmlichen Weise eine seiner vielen Geschichten. Diese Hommage zeigt Herzog als jene Legende, zu der er sich selbst gerne stilisiert. Weniger seiner Person, als vielmehr seiner Art zu filmen und seinem Verständnis von Fakten und Fiktion ist "Incident at Loch Ness" (2003) gewidmet. Regisseur Zak Penn lässt Herzog hier nicht nur von seinen abstrusen Abenteuern berichten, er spielt regelrecht mit Herzogs Wahrheitsverständnis. Erfindet Herzog in seinen Dokumentarfilmen Szenen dazu, um eine Figur klarer zu zeigen und lässt er in seinen fiktionalen Filmen tatsächlich auf dem Set geschehen, was der Zuschauer zu sehen bekommt, so führt Penn diese Verzahnung von Fakten und Fiktion nochmals eine Drehung weiter.

Incident at Loch Ness
Umrahmt werden diese beiden Filme von Werner Herzogs zwei letzten Dokumentarfilmen, die zu seinen beeindruckendsten gehören und mit denen er in Amerika auf grosses Echo gestossen ist. In "Grizzly Man" (2005) verwebt Herzog das Filmmaterial des selbst ernannten Grizzly-Beschützers Treadwell mit seiner eigenen Spurensuche nach der Hinterlassenschaft des Bärenfreaks, der es zu einiger Berühmtheit gebracht hatte, bis er 2003 von einem Grizzly angefallen und gefressen wurde. In "Encounters at the End of the World" (2007) reist Herzog in die Antarktis, um dort auf eine Gruppe forschender Sonderlinge zu stossen, inmitten sensationeller Naturphänomene. Herzogs letzter Dokumentarfilm wurde für einen Oscar nominiert und bis wir ihn im März zeigen, hat er ihn vielleicht schon gewonnen. Dann wäre Herzog endgültig in Hollywood angekommen.
14.03.2009
18,00 Uhr
Scenografi
Movie is on loop from 18.00 till 22.00
Artists are present
Annika Larsson and Samuel Nyholm Second Release "Scenografi", 2008, b/w, 61 min. The film, shot in Berlin, partly on 16mm, follows the construction of a set design in wood, inspired by the typical kind of rudimentary cartoons you find in the marigin of newspapers or cross word magazines. Along with the construction and deconstruction, the Scenografi of wood becomes an arena for performances, dinners, friendly meetings, arguments, tears, nudity and general decadence, including interference from invited and uninvited guests such as: Tobias Bernstrup, Saralunden, SNOWP, Körner Union, Michael Portnoy and the Sect of Wood.

Steve and Ross
The book, made together with Nazareno Crea, consists of outtakes from the film, transcripts of dialogue and documentation of the process. In total 162 pages b/w offset, hand binded with analogue interventions. It’s published by New Print International Publisher in collaboration with Nieves Books. The book and a screen printed poster can be purchased for a special price during the the release. The film will be shown the whole evening.
PROJECT by Annika Larsson and Samuel Nyholm.
BOOK by Annika Larsson, Samuel Nyholm and Nazareno Crea.
POSTERS by Körner Union, David Keshavjee, Maud Constantin, Nazareno Crea, Samuel Nyholm, Annika Larsson, Sara Lundén, Tobias Bernstrup, Jonas Isfält and Simon Haenni
This project was made with financial support from the Swedish Arts Grants Committee
15.03.2009
20,00 Uhr
Herzog in Hollywood 3/4:
Julien Donkey Boy
Die vierteilige Reihe "Herzog in Hollywood" wird von Norina Allemann und Susanne von Ledebur präsentiert und jeweils mit einer kurzen Einführung gestartet. "Herzog in Hollywood" zeigte folgende vier Filme:
01.03.2009 -- Grizzly Man
08.03.2009 -- Incident at Loch Ness
15.03.2009 -- Julien Donkey Boy
22.03.2009 -- Encounters at the End of the World
Werner Herzog lebt seit einigen Jahren in Los Angeles. Er habe in diejenige amerikanische Stadt ziehen wollen, die am meisten Substanz habe, erklärte Herzog dem "Guardian" die Wahl seines Wohnorts. Das sei definitiv nicht New York, weil New York zu einem guten Teil auf einer aus Europa geliehenen Kultur basiere. Los Angeles hingegen habe eine eigene Schaffenskraft, die Stadt weise eine faszinierende Dichte an Dingen und Menschen auf, die es sonst in der Welt nicht gibt. Die Kontrollstation für die Marsmission in Pasadena sei zum Beispiel keine dreissig Minuten von seinem Wohnort entfernt, so Herzog, und er gehe regelmässig hin. Und nicht zuletzt würden in Los Angeles die kollektiven Träume der ganzen Welt gefertigt, sagte Herzog und meinte damit selbstverständlich Hollywood.
Tatsächlich scheint der deutsche Regisseur mittlerweile in Hollywood angekommen zu sein. Nach seinem ersten Hollywoodfilm "Rescue Dawn" mit Christian Bale in der Hauptrolle hat er soeben einen Horrorthriller abgedreht und Produzent von "My Son, My Son, What Have Ye Done" ist kein Geringerer als David Lynch. Wie sehr Herzog und seine Filme in Amerika zu allgemeiner Bekanntheit gelangt sind, zeigt sich unter anderem daran, dass sich gleich mehrere amerikanische Filmemacher auf ihn beziehen. Beispielsweise Harmony Korine. Das enfant terrible des amerikanischen Films setzt Werner Herzog in seinen Filmen als Schauspieler ein, zuletzt in "Mister Lonely". Wir zeigen "Julien Donkey Boy" (1999). Darin lässt Korine ihn nicht nur den bösen Vater spielen - den "Evil German" wie ihn Herzog auch in Zak Penns "The Grand" verkörpert – Herzog kommt auch über eine lange Strecke aus dem Off zu Wort und erzählt in seiner unnachahmlichen Weise eine seiner vielen Geschichten. Diese Hommage zeigt Herzog als jene Legende, zu der er sich selbst gerne stilisiert. Weniger seiner Person, als vielmehr seiner Art zu filmen und seinem Verständnis von Fakten und Fiktion ist "Incident at Loch Ness" (2003) gewidmet. Regisseur Zak Penn lässt Herzog hier nicht nur von seinen abstrusen Abenteuern berichten, er spielt regelrecht mit Herzogs Wahrheitsverständnis. Erfindet Herzog in seinen Dokumentarfilmen Szenen dazu, um eine Figur klarer zu zeigen und lässt er in seinen fiktionalen Filmen tatsächlich auf dem Set geschehen, was der Zuschauer zu sehen bekommt, so führt Penn diese Verzahnung von Fakten und Fiktion nochmals eine Drehung weiter.

Harmony and Werner
Umrahmt werden diese beiden Filme von Werner Herzogs zwei letzten Dokumentarfilmen, die zu seinen beeindruckendsten gehören und mit denen er in Amerika auf grosses Echo gestossen ist. In "Grizzly Man" (2005) verwebt Herzog das Filmmaterial des selbst ernannten Grizzly-Beschützers Treadwell mit seiner eigenen Spurensuche nach der Hinterlassenschaft des Bärenfreaks, der es zu einiger Berühmtheit gebracht hatte, bis er 2003 von einem Grizzly angefallen und gefressen wurde. In "Encounters at the End of the World" (2007) reist Herzog in die Antarktis, um dort auf eine Gruppe forschender Sonderlinge zu stossen, inmitten sensationeller Naturphänomene. Herzogs letzter Dokumentarfilm wurde für einen Oscar nominiert und bis wir ihn im März zeigen, hat er ihn vielleicht schon gewonnen. Dann wäre Herzog endgültig in Hollywood angekommen.
22.03.2009
20,00 Uhr
Herzog in Hollywood 4/4:
Encounters at the End of the World
Die vierteilige Reihe "Herzog in Hollywood" wird von Norina Allemann und Susanne von Ledebur präsentiert und jeweils mit einer kurzen Einführung gestartet. "Herzog in Hollywood" zeigte folgende vier Filme:
01.03.2009 -- Grizzly Man
08.03.2009 -- Incident at Loch Ness
15.03.2009 -- Julien Donkey Boy
22.03.2009 -- Encounters at the End of the World
Werner Herzog lebt seit einigen Jahren in Los Angeles. Er habe in diejenige amerikanische Stadt ziehen wollen, die am meisten Substanz habe, erklärte Herzog dem "Guardian" die Wahl seines Wohnorts. Das sei definitiv nicht New York, weil New York zu einem guten Teil auf einer aus Europa geliehenen Kultur basiere. Los Angeles hingegen habe eine eigene Schaffenskraft, die Stadt weise eine faszinierende Dichte an Dingen und Menschen auf, die es sonst in der Welt nicht gibt. Die Kontrollstation für die Marsmission in Pasadena sei zum Beispiel keine dreissig Minuten von seinem Wohnort entfernt, so Herzog, und er gehe regelmässig hin. Und nicht zuletzt würden in Los Angeles die kollektiven Träume der ganzen Welt gefertigt, sagte Herzog und meinte damit selbstverständlich Hollywood.
Tatsächlich scheint der deutsche Regisseur mittlerweile in Hollywood angekommen zu sein. Nach seinem ersten Hollywoodfilm "Rescue Dawn" mit Christian Bale in der Hauptrolle hat er soeben einen Horrorthriller abgedreht und Produzent von "My Son, My Son, What Have Ye Done" ist kein Geringerer als David Lynch. Wie sehr Herzog und seine Filme in Amerika zu allgemeiner Bekanntheit gelangt sind, zeigt sich unter anderem daran, dass sich gleich mehrere amerikanische Filmemacher auf ihn beziehen. Beispielsweise Harmony Korine. Das enfant terrible des amerikanischen Films setzt Werner Herzog in seinen Filmen als Schauspieler ein, zuletzt in "Mister Lonely". Wir zeigen "Julien Donkey Boy" (1999). Darin lässt Korine ihn nicht nur den bösen Vater spielen - den "Evil German" wie ihn Herzog auch in Zak Penns "The Grand" verkörpert – Herzog kommt auch über eine lange Strecke aus dem Off zu Wort und erzählt in seiner unnachahmlichen Weise eine seiner vielen Geschichten. Diese Hommage zeigt Herzog als jene Legende, zu der er sich selbst gerne stilisiert. Weniger seiner Person, als vielmehr seiner Art zu filmen und seinem Verständnis von Fakten und Fiktion ist "Incident at Loch Ness" (2003) gewidmet. Regisseur Zak Penn lässt Herzog hier nicht nur von seinen abstrusen Abenteuern berichten, er spielt regelrecht mit Herzogs Wahrheitsverständnis. Erfindet Herzog in seinen Dokumentarfilmen Szenen dazu, um eine Figur klarer zu zeigen und lässt er in seinen fiktionalen Filmen tatsächlich auf dem Set geschehen, was der Zuschauer zu sehen bekommt, so führt Penn diese Verzahnung von Fakten und Fiktion nochmals eine Drehung weiter.

Encounters at the End of the World
Umrahmt werden diese beiden Filme von Werner Herzogs zwei letzten Dokumentarfilmen, die zu seinen beeindruckendsten gehören und mit denen er in Amerika auf grosses Echo gestossen ist. In "Grizzly Man" (2005) verwebt Herzog das Filmmaterial des selbst ernannten Grizzly-Beschützers Treadwell mit seiner eigenen Spurensuche nach der Hinterlassenschaft des Bärenfreaks, der es zu einiger Berühmtheit gebracht hatte, bis er 2003 von einem Grizzly angefallen und gefressen wurde. In "Encounters at the End of the World" (2007) reist Herzog in die Antarktis, um dort auf eine Gruppe forschender Sonderlinge zu stossen, inmitten sensationeller Naturphänomene. Herzogs letzter Dokumentarfilm wurde für einen Oscar nominiert und bis wir ihn im März zeigen, hat er ihn vielleicht schon gewonnen. Dann wäre Herzog endgültig in Hollywood angekommen.
06.04.2009
19,00 Uhr
Pretty Ambitious I
"Wie man ruhig wird" &
"Les ailes des anges"
Showroom hat für Corner College eine vierteilige Serie von Double Features zusammengestellt. Von Egija Inzule, Tobias Kaspar und Andrea Legiehn.
Montag 6., 20., 27. April und Samstag 2. Mai
- - -
Pretty Ambitious (I)
Montag 6. April 2009, 19 Uhr
Mit einer Einführung von Egija Inzule
Film 1:
WIE MAN RUHIG WIRD
Nike, Bilal und Marvin beziehen ein Studio und beginnen voller Idealismus einen Workshop mit jungen MigrantInnen afrikanischer Herkunft. Das Unverständnis der TeilnehmerInnen über die improvisierten Workshops stellt den Sinn des Unternehmens jedoch ebenso in Frage wie die internen Profilierungskämpfe der drei Projektleiter. Als sich zudem eine Liebesgeschichte zwischen Bilal und Nike anbahnt, gerät das labile Gleichgewicht ins Wanken. Das politische Engagement tritt vor den persönlichen Bedürfnissen der drei Projektleiter in den Hintergrund und sie verlieren das Ziel ihres Vorhabens aus den Augen.
In der Enge des Studios spielen sich in kammerspielartigen Szenen gruppendynamische Prozesse ab, wobei stereotype Künstlerrollen ebenso ausgelebt wie dekonstruiert werden. Die provinzielle Idylle der Schauplätze außerhalb des Studios verleiht dem Set einen romantischen Beigeschmack, ohne dass diese Szenarien als Gegenmodell zur abgeschlossenen Welt des Studios wirksam werden können. Auch scheint den Künstlern die soziale Realität außerhalb ebenso fern wie „Afrika“ zu sein. - Tina Schulz

Wie man ruhig wird, 2008
Loretta Fahrenholz und Hans-Christian Lotz inszenieren die Diskrepanz zwischen dem Anspruch an die gesellschaftliche Relevanz künstlerischen Arbeitens und den tatsächlichen Wirkungsmöglichkeiten als somnambul-pubertären Zustand, in dem die Protagonisten zunehmend auf sich selbst zurückgeworfen sind. Durch die Integration unterschiedlichster Bildtypen, Filmgenres, Erzählformen und Inszenierungsarten in einen losen narrativen Rahmen wird Wie man ruhig wird zu einem kaleidoskopisch-reflexiven Film. Gezeichnet wird ein ebenso differenziertes wie ästhetisches Bild einer jungen Künstlergeneration, deren politisches und soziales Interesse durch die stete Selbstreflexion innerhalb des Kunstkontextes ausgehebelt wird. - Peter Waechtler
Regie: Loretta Fahrenholz, Hans Christian Lotz
Darsteller: Alexander Hempel, Inka Meißner, Carsten Tabel, Miriam Kapungwa, Elena Ngandwe, Thomas Ngandwe, Victor Obinali, Dinanga Cingoma, Nicola Brunnhuber, Thomas Hesse, Till Megerle, Michael Fandel, Fabian Reimann, Chor JABULANI
D 2008, Deutsch mit Englischen Untertitel, 70min
- - -
Film 2:
LES AILES DES ANGES
Man betritt das Restaurant Les Ailes des Anges, über eine Art Lobby von der aus zwei Treppen sich zu dem Absatz der ersten Etage hinaufbiegen. Zwischen diesen Treppen geht eine weitere hinab in einen großen fensterlosen Raum, in dem die gedeckten Tische stehen und an dessen Ende ein Buffet in Vorbereitung ist. Die Fläche der Tische ist umgeben von einer Ballustrade im ersten Stock, dessen Geländer das Flügel-zitierende Signet des Restaurants wieder aufnimmt. Unter der Ballustrade hängen Ölbilder an der Wand, welche Flugformationen und Angriffe oder Manöver der belgischen Luftwaffe im zweiten Weltkrieg zeigen. Die Fotografien des Königsspaars werden von zwei pummeligen Lichtkegeln beleuchtet.

Les ailes des anges, 2009
BE 2009, Englisch, 9’37min
20.04.2009
19,00 Uhr
Pretty Ambitious II
"Residential Eries"
"Dynasty/Denver Clan"
Showroom hat für Corner College eine vierteilige Serie von Double Features zusammengestellt. Von Egija Inzule, Tobias Kaspar und Andrea Legiehn.
Montag 6. / 20. / 27. April und Samstag 2. Mai
- - -
Pretty Ambitious (II)
Montag 20. April 2009, 19 Uhr
Mit einer Einführung von Alexander Hempel
Film 1:
RESIDENTIAL ERIES
"A movie a day" --- "Look. Money!"
- Quotes from Residential Eries
"A wave of cold wind sweeps over the crowd standing behind the barricades in front of the club and causes the confetti strewn over the plush purple-and-green carpet leading up to the entrance to dance and swirl around the legs of cops guarding the place and behind the velvet ropes stand three cool Irish guys Damien hired, each of them holding a walkie-talkie and a seperate guest list, and on either side of the velvet ropes are huge gangs of photographers and then the head publicist – smiling warmly until she sees Chloe’s dress – asks us to wait where we are because Alison, wearing the same Todd Oldham dress Chloe has on, and Damien in a Gucci tuxedo are making their entrance and posing for the paparazzi, but people in the crowd have already noticed Chloe and shout out her name in high, garbled voices."
- Bret Easton Ellis, Glamorama, P. 145, Picador New York, 1998

Residential Eries
Directed, written, starring Anke Dyes, Roman Graneist, Alexander Hempel, Klaus Kamptner, Tobias Kaspar, Andrea Legiehn, Inka Meissner, Stefane Pretnar, Johanna Bieligk
A Making Off UDIO Production
D 2009
German with English subtitle
60min
- - -
Film 2:
DYNASTY/DENVER CLAN (Episode 68, Season 4)
Dynasty is an American prime time television soap opera that aired on ABC from January 12, 1981 to May 11, 1989. The series revolved around the Carringtons, a wealthy oil family living in Denver, Colorado.
- www.imbd.com
"I'm in the oil business and you of all people should know it's not a nine to five operation."
- Quote from Dynasty
"Meinen Mietvertrag in Los Angeles verlängerte ich um einen Monat. Erst jetzt, befreit von all der 'Denver' Gängelei, begann ich, auf die Pauke zu hauen. In den besten Shops wurde kräftig eingekauft, ich besorgte mir vor allem sämtliche neue Musikstücke. Besuchte mit Freunden meinen östereichischen Landsmann Wolfgang Puck in dessen Restaurant 'Spago', fuhr nach Venice und nach Santa Barbara. Besuchte Jack Nicholson, legte mich an den Pool von Gräfin Giovanna Augusta, einer Erbin aus der bekannten Turiner Helikopterfamilie. Warren Beatty lud mich zu sich in sein kleines Haus in den Canyons; zeitwillig wohnte er auch im 'Beverly Wilshire hotel'."
- Helmut Berger, Ich, S. 280

Dynasty - Denver Clan
Executive producer Aaron Spelling
Created by Richard & Esther Shapiro
Starring a.o. Helmut Berger
USA 1983
English
35min
27.04.2009
19,00 Uhr
Pretty Ambitious III
"American Gigolo" und
"Pickpocket"
Showroom hat für Corner College eine vierteilige Serie von Double Features zusammengestellt. Von Egija Inzule, Tobias Kaspar und Andrea Legiehn.
Montag 6. / 20. / 27. April und Samstag 2. Mai
- - -
Pretty Ambitious (III)
Montag 27. April 2009, 19 Uhr
Mit einer Einführung von Egija Inzule
Film 1:
AMERICAN GIGOLO
Review: I couldn’t agree more with many of the other criticisms regarding the shallowness of the romantic story or essential lack of sympathy for any of the characters. The thing that makes American Gigolo such a gem is that even this aspect of Paul Schrader’s attempted New Wave/LA hybrid is corrupted by its material. And on a purely superficial level, the film perfectly captures just how a Southern California 'tragedy' would unfold. Really quite brilliant, although I’m not sure all of it is intentional.
Respond: This review is confusing. It doesn’t seem to know whether the movie is a gem, a classic, and quite brilliant, or shallow and lacking in sympathy. If all are true, it doesn’t reconcile everything.
— www.amazon.com

American Gigolo
Written and directed by Paul Schrader
Starring Richard Gere and Laura Hutton
USA 1980 — English 117min
- - -
Film 2:
PICKPOCKET
"Ce film n’est pas du style policier. L’auteur s’efforce d’exprimer, par des images et des sons les cauchemar d’un jeune homme poussé par sa faiblesse dans une aventure de vol à la tire pour laquelle il n’était pas fait. Seulement cette aventure, par des chemins étranges, réunira deux âmes qui, sans elle, ne se seraient peut-être jamais connues."
— L’introduction du film / Robert Bresson
"Auch Bresson will Distanz. Aber sein Ziel ist, wie ich meine, nicht die Abkühlung heftiger Emotionen zugunsten des Verstandes. Die emotionale Distanz, die für Bressons Filme kennzeichnend ist, scheint ganz anderer Art zu sein; denn jede Identifikation mit den Gestalten ist eine Unverfrorenheit, ein Affront gegen das Geheimnis des menschlichen Handelns und des menschlichen Herzens."
— Susan Sontag, Kunst und Antikunst, Fischer Taschenbuch Verlag, 2003

Pickpocket
Directey by Robert Bresson
Starring Martin La Salle and Marika Green
France 1959 — English — 75min
02.05.2009
20,00 Uhr
Pretty Ambitious IV
"Lonesome Cowboys" und
"Conversation Piece"
Showroom hat für Corner College eine vierteilige Serie von Double Features zusammengestellt. Von Egija Inzule, Tobias Kaspar und Andrea Legiehn.
Montag 6. / 20. / 27. April und Samstag 2. Mai
- - -
Pretty Ambitious (IV)
Samstag 2. Mai 2009, 19 Uhr
Mit einer Einführung von Tobias Kaspar
Film 1:
LONESOME COWBOYS
"Jeans is still clean, silk clean shirt. I like this, this is nice. That’s a little crisp." --- "Maybe another year or so and you’ll be able to get a gun." --- "Can’t wait." --- "Yeah, no more knifes. Put some struts on. I put some struts today." --- "Did you?" --- "Put it on your belt. And then stretch your pants a bit … leg exercise. So that when you get a gun that you have something to hold them up, you know. Do some sort of …" --- "What kind of exercise could you suggest?" --- "Well, a exercise is to build up your thugs, so that when you get the gun, you know, so that you can hold it down, you have something to hold it up. So you do some sort of … we have this exercise that builds up your … so that you have more … you know you can do a lot …" --- "How long you gonna do that for?" --- "Daily, you know, tike this, doing things like this …" --- "I can’t do this." --- "Yeah, sure. It’s … holds them right up there. You can do all sorts of things … from something here, something there. And …" --- "Can I go for that?" --- "Oh sure. It puts wheat on your buns, you know … all angles."
- Dialogue from "Lonesome Cowboys"

Lonesome Cowboys
Directed by Andy Warhol
Written by Paul Morissey
Starring Julian Burrough and Joe Dalesandro
USA 1969 — English — 101min
- - -
Film 2:
CONVERSATION PIECE
"Conversation Piece is a film I’d recommend you to see. But remember one thing: it really has to do with the theme you are not likely to find elsewhere: shallow understanding of nothing and profound understanding of everything." — www.imdb.com
"One can delightedly say it does exist … it does exist … even more dangerously today than ever before, because it’s camouflage."

Conversation Piece
Directed by Luchino Visconti
Written by Enrico Medioli
Starring Burt Lancaster, Helmut Berger and Silvana Mangano
Italy, France 1974
English 121min
31.08.2009
20,00 Uhr
Go With The Guts
The Print Renaissance of the 60's (57min.) is part of a lecture series by Prof. Esther Sparks, Associate Curator of Prints and Drawings at the Art Institute of Chicago, discussing the resurgence of traditional print media in the US during the 1960's starting with the founders of this Renaissance, such luminary artists as Robert Rauschenberg, Jasper Johns, Robert Motherwell, Helen Frankenthaler, Jim Dine, James Rosenquist, Larry Rivers, and Frank O'Hara.

Prof. Esther Sparks
04.12.2009 -
06.12.2009
18,00 Uhr
Far from East Marathon
48 Hours of Tales Uninterrupted
48 hours of uninterrupted projection of animated films from China, Japan and USSR from 1941 until 1987 collected by the artist Julia Tabakhova. Join the event on Facebook.

.
With animations by: Wan Lai-Ming, Mikhail Tsekhanovsky, Ivan Ivanov-Vano, Boris Stepantsev, Roman Kachanov, Vladimir Gromov, Mikhail Tsekhanovsky, Mstislav Pashchenko, Leonid Amalrik, Valentina Brumberg, Alexander Ivanov, Lev Atamanov, Vladimir Polkovnikov, Yevgeni Migunov, Boris Dyozhkin, Olga Khodataeva, Pyotr Nosov, Snezhko-Blotskaya, Roman Davydov, Ivan Aksenchuk, Boris Stepantsev, Yuri Norstein, Oleg Churkin, Lev Milchin, Vladimir Pekar, Osamu Tezuka, Efrem Pruzhanskiy, Inessa Kovalevskay, Mamoru Oshi.

.
For the "Far from East Marathon - 48 Hours of Tales Uninterrupted" the graphic design studio Wakey (Paris) has developed a typeface called "Snuffféerie" integrating Julia Tabakhova's work. The typeface will be presented on posters: http://www.wakey.fr/marathon.html
> Download the full program here
19.12.2009
20,00 Uhr
Stage of Desire
In sieben Videos rufen zehn Künstler das Begehren, the desire, le désir als dialektisches Gegenüber des Erkennens auf und an. In den meisten der Arbeiten setzen Darsteller mit großer Schau- und Zeigelust jeweils ein Objekt des Begehrens in eine überraschende Beziehung. Das begehrte Objekt scheint durch das Rollenspiel und das Set verschoben; es gerät ins Driften. Das Videoscreening "Stage of Desire", zusammengestellt von Petra Reichensperger, Stefan Panhans und Eske Schlüters, stellt in Zeiten einer zunehmenden Virtualisierung von Gefühlen und einer wachsenden Simulation von Realitäten auf der Bühne die Frage nach der Vermittlung von Emotionen und nach den Möglichkeiten von Handlungsspielräumen. Die Verschränkung von Realität und Fiktion ist gemeinsames Thema der eingeladenen Künstler, ebenso wie die Selbstbefragung des Mediums Film.
Mit:
Guy Ben-Ner
SECOND NATURE
2008, Video, 10:12 min.
Keren Cytter
DER SPIEGEL
2007, Video, 4:50 min.
Stefan Panhans
IF A STORE CLERK GAVE ME TOO MUCH CHANGE
2009, Video, 15:00 min.
Ming Wong
ANGST ESSEN
2008, Video, 27:00 min.
Eske Schlüters
AFTER THE REHEARSAL
2008, Video, 7:5 min.
Ho Tzu Nyen
THE BOHEMIAN RHAPSODY PROJECT
2006, Video, 6:20 min.
Judith Hopf / Deborah Schamoni / Clemens Schönborn
ELEVATOR CURATOR
2005,Video, 20:00 min.

Stefan Panhans: If a store clerk gave me too much change, 2009
10.04.2010
20,00 Uhr
After Effect
Eine Liebesgeschichte, die auf der Stelle tritt. Und das irgendwo zwischen Kunst, kulturellem Kapital, Marketing. Und: Tiere, die in Logos wohnen; Wie der Puma in PUMA.

After Effect, D 2007, 75 Min.
Mehr durch Zufall gerät Kai Starel in das neu gegründete Institut CC, Carl Celler Culture. Junge, international schon fett angesagte Kreative sind dort zusammen gekommen, um Kunst, Kampagnen, oder irgendetwas dazwischen zu entwickeln. Man nimmt sie dort so wichtig, wie sie sich selber nehmen, versorgt sie mit Kontakten und Geld, um am Thema LOGO UND TIERE zu arbeiten.
Kai ist darin eine Art (Anti-)Model und antwortet mit stoischer Ruhe auf seine neue Rolle als Objekt merkwürdiger Reflektionen. Rena Yazka ist die eigentliche Queen der Kreativen, glaubt, nur das zu tun, was sie auch tun will. Kais und Renas Begegnung ist durchkreuzt vom Schwebezustand zwischen Arbeit und Leben, in dem sich alle befinden.
http://www.b-books.de/aftereffect
This event, part of Ich Tier (Du Mensch!) – Du Tier! (Ich Mensch), is curated by Cathérine Hug and Isabel Reiss.
14.04.2010
21,00 Uhr
Samuel Fuller: White Dog (1982)
Up and coming Hollywood starlet Julie Sawyer (Kristy McNichol) takes in a stray German Shepherd after accidentally hitting it with her car. Though the animal seems friendly and protective at first, it soon reveals a startling aspect of its nature: it will brutally kill any dark-skinned person it sees. Facing the possibility that her pet might be euthanized for the safety of the public, Julie takes the dog to Noah's Ark, a facility that specializes in training animals for movies. She begs the facility operator Mr. Carruthers (Burl Ives) to break her dog of its racist attack training, but he insists it is not possible. However, his top trainer, Keys (Paul Winfield) believes he can break the dog and takes on the task as a personal challenge. But Keys himself is African-American, meaning every training session is literally a life and death struggle.

White Dog (1982)
This event, part of Ich Tier! (Du Mensch) – Du Tier! (Ich Mensch), is recommended by Flo Maak, participating artist in the exhibtion. It met with censorship and "was almost never shown in the movie theater, because it was considered racist even though it is an anti-racist film." (Flo Maak)
6-9 pm: Bar and small talk at Perla-Mode
9-10:30 pm: White Dog, by Samuel Fuller, 1982.
21.04.2010
21,00 Uhr
Emilie Deleuze - Mister V. (2003)
Ein unbändiges Pferd gerät ins Zentrum von menschlichen Intrigen und Gefühlsverwirrungen. Dabei erweist es sich resistent gegen sämtliche Domestizierungsversuche.
Lucas (Mathieu Demy), ein junger Forscher, ist fasziniert von der Analyse der Bewegung: Als Wissenschafter studiert er in einem Labor jene von Pferden, als Tänzer die Abfolge der Schrite beim Stepptanz.
Eines Tages kommt sein Bruder, ein leidenschaftlicher Pferdezüchter, durch einen starken, kraftvollen Zuchthengst ums Leben. Das Pferd, eigentlich Objekt eines Versicherungsbetrugs, soll getötet werden; Lucas nimmt sich seiner an, obwohl ihm Pferde von jeher Angst einjagen. Gleichzeitig kommt er seiner Schwägerin, in die er immer schon verliebt war, langsam näher.
In der angespannten Situation die Erinnerung an seinen Bruder, das Auftauchen des ehemaligen Teilhabers entwickelt sich eine immer stärkere Beziehung zwischen Lucas und dem Hengst, genannt Mr. V.

Mister V. (2003)
Mister V. so der Name des Pferdes nimmt sein Drama ganz wörtlich, verkehrt jedoch die übliche Gangart: Nicht das Pferd wird darin domestiziert, sondern der Mann verwildert zum Tier. Der Film bezieht aus diesem in taktilen Bildern ausgetragenen Wettkampf zwischen Mensch und Tier seinen Reiz, changiert dabei zwischen einer untergründigen Spannung und grotesken Momenten etwa, wenn Pferd und Mensch zu steppen beginnen: ein faszinierender kleiner Film jedenfalls, mit dem sich Deleuze als eigenständige Autorin erweist. (Dominik Kamalzadeh)
6-9pm: Bar and small talk at Perla-Mode in the context of Ich Tier! (Du Mensch) – Du Tier! (Ich Mensch)
9 pm: Mister V., by Emilie Deleuze, 2003.
02.07.2010
19,00 Uhr
Film Screening
Ian Rodney Wooldridge, a British filmmaker based in London and currently working in Zurich, will screen four recent works:
— Untitled (2010) A work in progress 4min
"The main film to be screened is a work in progress that assembles 4 males to produce an aesthetic harmony through movement. The movement in the film and the strategies applied to the edit form were developed with a disjointed wit from the swing of a pendulum and ideas around the pendulum's hypnotic powers. A fifth, core element that represents the physical pendulum is a sculpture by the Artist Rich Gasper."

Untitled (2010)
Two collaborations with Hannah Martin for showstudio.com
— Vincent (2008) 1min30
— Untitled (2009) 1min30
— The Tuba (2009) 5min
— To Ape and to Parrot (2008) 10min
21.10.2010
19,00 Uhr
Springen und Schnitzen
Walter Steiner war lange Zeit der einzige relevante Skipringer der Schweiz bevor Gold-Simi an Weltmeisterschaften und Olympiaden abräumte.

Walter Steiner nach dem Absprung
1974 drehte der Regisseur Werner Herzog mit "Die grosse Ekstase des Bildschnitzers Steiner" einen Dokumentarfilm über Steiner. Darin spricht der Skispringer unter anderem über seine Schnitzerein, die er bis in die 90er Jahre anfertigte.

Walter Steiner erklärt seine Skulptur
Wir freuen uns ausserordentlich, dass der heute in Schweden lebende Walter Steiner für ein Gespräch ins Corner College kommt. Er wird über seine künstlerische Arbeit sprechen und über die Dreharbeiten mit Werner Herzog berichten. Das Gespräch wird moderiert von Stefan Wagner.
Anschliessend an das Gespräch wird im Kino "Die Obsessionen des Bildschnitzers Steiner" (Werner Herzog, BRD 1974) gezeigt.
22.11.2010
20,00 Uhr
"Das vielgestaltige Buchbinderhandwerk" (CH, 1946, Regie: Albert Burkhardt)
"Umbruch", (CH, 1987, Regie: Hans-Ulrich Schlumpf)
Mit einer Einleitung von Hans Burkhardt und Erich Keiser

Filmstill aus "Umbruch" von Hans-Ulrich Schlumpf
Der Filmabend illustriert die technische Entwicklung in den Buchbinderei- und Druckereibetrieben mit zwei Film-Dokumenten. Albert Burkhardt hatte 1941 am Kreuzplatz in Zürich seine Buchbinderei gegründet. Die damalige Werkstatt, Fabrik wäre noch zu weit gegriffen, dokumentierte der passionierte Amateurfilmer auf verschiedenen kurzen Ausbildungsfilmen. Hans Burkhardt leitet die Buchbinderei BUBU in der zweiten Generation und wird den Film kurz vorstellen. Erich Keiser ist für die Druckerei Odermatt in Dallenwil tätig, und einer jener Drucker mit Gespür für Feinheiten. Er wird den Dokumentarfilm von Hans-Ulrich Schlumpf kurz kommentieren, und den im Film gezeigten Abschied vom Blei- und Maschinensatz und das Aufkommen des Desktop-Publishings aus eigener Erfahrung einschätzen.
Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung "1946, 1947, 1948 - Die vergessenen Jahre der schönsten Schweizer Bücher" statt und wird finanziell von dem Migros Kulturprozent, der Oertli-Stiftung und der Pro Helvetia (Schweizer Kulturstiftung) unterstützt.
23.11.2010
20,00 Uhr
"Die Gezeichneten", (CH/USA, 1948).
Filmprogramm von Severin Rüegg

Der Zürcher Filmhistoriker Severin Rüegg stellt mit "Die Gezeichneten" (Regie: Fred Zinnemann) einen Film vor, der schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg einen Blick auf die Verbrechen in Europa warf. Der Film blieb für lange Zeit eine Ausnahme. Die innenpolitische Aufbruchsstimmung der Schweiz führte zwar zur Annahme der AHV und somit einer wichtigen sozialpolitischen Weichenstellung, aussenpolitisch versuchte man hingegen das schnelle Vergessen voranzutreiben. Die Bereitschaft sich mit der eigenen Rolle im Krieg zu beschäftigen war kaum vorhanden. Mit dem kommunistischen Umsturz in Prag im Jahre 1948 verhärtete sich die innenpolitische Lage erneut. Schweiz-kritische Stimmen waren somit definitiv nicht mehr gefragt.
Wie betrachten wir diese Zeit heute? Was ist überliefert und mit welchen Bildern sind wir bekannt, welche vergessen wir zu gerne?
Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung "1946, 1947, 1948 - Die vergessenen Jahre der schönsten Schweizer Bücher" statt und wird finanziell von dem Migros Kulturprozent, der Oertli-Stiftung und der Pro Helvetia (Schweizer Kulturstiftung) unterstützt.
05.02.2011
18,00 Uhr
"What would it mean to win?"
ReCoCo - Life Under Representational Regimes

Filmstill
Der Film “What Would It Mean To Win?” wurde während der
Blockaden des G8-Gipfels in Heiligendamm in Deutschland im
Juni 2007 aufgenommen. In ihrem ersten gemeinsamen Film
fokussieren die Regisseurin Zanny Begg und der Regisseur
Oliver Ressler damit den aktuellen Stand der Anti-Global-
isierungsbewegung. Der Film kombiniert dokumentarisches
Bildmaterial mit Interviews und Animationssequenzen und ist
anhand von drei für die Bewegung wichtigen Fragen
strukturiert: Wer sind wir? Was ist unsere Macht? Was würde
es bedeuten zu gewinnen?
Beinahe zehn Jahre nach “Seattle” erforscht der Film die
Auswirkungen, welche die gerne mit Anti-Globalisierungs-
bewegung bezeichneten Zusammenschlüsse verschiedener
Gruppen auf die zeitgenössische Politik hatte. Seattle wird
denn auch als Geburtsort der “Bewegung der Bewegungen”
beschrieben und markiert einen Zeitpunkt, an dem sich der
Widerstand gegen die kapitalistische Globalisierung in den
Industriestaaten manifestierte: Das neue soziale Subjekt –
die Multitude – betrat die politische Landschaft. In den
letzten Jahren bekundet die „Anti-Globalisierungs-
bewegung“ Schwierigkeiten ihre Interessen anzubringen,
was mitunter mit der Änderung der globalen Politik nach
den Anschlägen am 11. September 2001 in New York
Zusammenhang steht.
Oliver Ressler wird innerhalb der Ausstellungs- und
Gesprächsreihe "ReCoCo: Life Under Representational
Regimes", die von Siri Peyer und Joshua Simmon
kuratiert wird, eine Einführung zum Film machen, der
anschliessend gezeigt wird. ReCoCo - Life Under
Representational Regimes untersucht die Wertvorstellungen,
die sich seit dem Beginn der modernen Demokratie etabliert
haben und die in eine Krise geraten sind. Die Ausstellung
parallel zur Film-/Vortragsreihe im Corner College findet im
White Space statt.
ReCoCo wird finanziell von Kultur Stadt Zürich, dem österreichischen Kulturforum, der Ernst und Olga Gubler- Hablützel Stiftung und der Georges und Jenny Bloch-Stiftung unterstützt.
Weitere Informationen bitte unten klicken:
26.02.2011
18,00 Uhr
"So geht Revolution"
ReCoCo - Life Under Representational Regimes
...
„Join the Revolution!“, „I fight for my rights!“, „Viva la libertad!“, „Radikalisiert das Leben!“ - Auf den ersten Blick sind dies Parolen und Slogans aus dem Wörterbuch der neuen sozialen Bewegungen. Die Slogans und Parolen stammen allesamt aus kommerziellen Werbeanzeigen, die in den letzten Jahren ihren Weg in die Medienöffentlichkeit fanden. Seit den 60er Jahren hat die Werbeindustrie die Bilderwelten linken und alternativen Protests für sich „entdeckt“. Mit Ikonen des Protests, deren Parolen, ihren Zeichen und Symbolen lässt sich gut Werbung machen. Che Guevara, Karl Marx, Lenin, Gandhi, Mao oder Ulrike Meinhof, Straßenschlachten und Friedensdemos, rote Fahnen, Hammer und Sichel oder geballte Fäuste fliessen in die Werbung ein. Die Sammlung „so geht Revolution“ - Werbung & Revolte des Ludwigsburger Kulturwissenschaftlers Rudi Maier umfasst derzeit ca. 3000 derartige Werbeanzeigen aus den Jahren 1967 bis heute. Die Sammlung zeigt, wie sich in der heutigen Konsumgesellschaft Protest und Pop, Macht und Mode, Demonstration und Design auf wundersame Weise ergänzen. Mit ihr lässt sich fragen, was Begriffe wie Freiheit, Radikalisierung und Revolution heute bedeuten. Mit dem Vortrag und den Filmbeispielen soll ein klein wenig Klärung in Sachen Freiheit und Revolution geleistet werden, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Sammlung will, frei nach Karl Marx, „den bestehenden Verhältnissen ihre eigene Melodie vorsingen, um sie zum Tanzen zu bringen.“
Rudi Meier wird innerhalb der Ausstellungs- und
Gesprächsreihe "ReCoCo: Life Under Representational
Regimes", die von Siri Peyer und Joshua Simmon
kuratiert wird, einen Vortrag mit verschiedenen Film-
beispielen halten. ReCoCo - Life Under Representational
Regimes untersucht die Wertvorstellungen, die sich seit
dem Beginn der modernen Demokratie etabliert haben
und die in eine Krise geraten sind. Die Ausstellung
parallel zur Film-/Vortragsreihe im Corner College findet im
White Space statt.
ReCoCo wird finanziell von Kultur Stadt Zürich, dem österreichischen Kulturforum, der Ernst und Olga Gubler- Hablützel Stiftung und der Georges und Jenny Bloch-Stiftung unterstützt.
Weitere Informationen bitte unten klicken:
19.04.2011
20,00 Uhr
Lefty - Erinnerung an einen Toten in Brooklyn
Graffiti Nostalgia ist eine offene Filmreihe zum Thema Graffiti. Bereits in den 80er-Jahren entstanden zahlreiche Filme, teilweise fiktionale wie auch dokumentarische, die sich dem Phänomen aus verschiedenen Perspektiven nähern. "Graffiti Nostalgia" zeigt einige dieser heute teilweise zu Klassikern avancierten Filme. Die Reihe wird von Rémi Jaccard und Stefan Wagner zusammengestellt und beabsichtigt aus einer neutralen Perspektive verschiedene Formen der Graffiti-Rezeption aufzuzeigen.

Die
Eröffnet wird die Reihe von "Lefty - Erinnerung an einen Toten in Brooklyn" (BRD, 1978, 87 min) des deutschen Dokumentarfilmers Max Helmut Rehbein, der von 1978-1980 eine New York-Filmtrilogie verfasste. Der für das Fernsehen gedreht Film beginnt mit dem Tod des Gang-Leaders Lefty der "Sex Boys". Das Filmteam folgt verschiedenen Akteueren in ihrem Bandenleben, aber zeigt auch die Arbeit der Polizei in dem heruntergekommen Brooklyn der 70er Jahre. In diesem Film spielen Graffiti eine untergeordnete Rolle. Nur kurz sieht man, wie die Gang-Members taggen, einer Form des Gang-Graffitis. Als sozialkritische Studie vermeidet es der Film die damalige Zeit romantisieren und zeigt vielmehr die schwerwiegenden sozialen Probleme Brooklyns. Der Film wurde mit der Goldenen Kamera (1978) sowie dem Adolf Grimme Preis (1979) ausgezeichnet.
26.05.2011
20,00 Uhr
Wild Style
Graffiti Nostalgia ist eine offene Filmreihe zum Thema Graffiti. Bereits in den 80er-Jahren entstanden zahlreiche Filme, teilweise fiktionale wie auch dokumentarische, die sich dem Phänomen aus verschiedenen Perspektiven nähern. "Graffiti Nostalgia" zeigt einige dieser heute teilweise zu Klassikern avancierten Filme. Die Reihe wird von Rémi Jaccard und Stefan Wagner zusammengestellt und beabsichtigt aus einer neutralen Perspektive verschiedene Formen der Graffiti-Rezeption aufzuzeigen.

...
"Wild Style" (USA, 1983, 82 min, Regie: Charlie Ahearn) gilt als Klassiker unter Filmen, die Hip Hop, Breakdance und Graffiti verbinden. Spektakuläre Bilder verschiedener Settings in der Bronx und der Auftritt zahlreicher Musiker und Musikerinnen machen "Wild Style" zu einem historischen Dokument, obwohl das Drehbuch fiktional war. Der Graffiti-Künstler Lee Quinones spielt in der Hauptrolle die Figur "Zoro", um darin die Freiheit seiner Kunst zu thematisieren.
31.05.2011
20,00 Uhr
ON THE OTHER SIDE:
CHINESE VIDEO ART PROJECT
1. Teil
"On the Other Side: Chinese Video Art Project" ist eine Zusammenstellung von sechs Video-Beiträgen (am 31.5) chinesischer Künstlerinnen und Künstler und einem Dokumentarfilm (8.6.). Zusammengestellt wurde das Programm von dem unabhängigen Kunstraum Organhaus in Chongqing und dessen Kurator Nikun.
Corner College freut sich sehr, dass für den Abend die Assistentin von Organhaus Lei Siyu anreisen wird, um einerseits die Filme kurz vorzustellen, andererseits um die Situation unabhängiger Kunsträume in China zu erläutern.

"seem... that year ..."
Filmprogramm:
"seem..that year…" von Pang Xuan,
Experimental video, 6:30 min
"The Garden", von Pang Xuan,
Experimental video, 6:10 min
"Free and Easy Wondering", von Xing Xin,
7:58 min
"Confusion", von Wu Chengdian,
Experimental video, 20 min
"From PingYuangli No.4 to TianQiaobeili No.4", von Ma Qiusha,
7:30 min
"Anorexic", von Shi Qing,
17:03 min
Der Reihenfolge der Filme kann sich verändern. Vortrag in englischer Sprache.
"On the Other Side: Chinese Video Art Project" wird in Zusammenarbeit mit Esther Hunziker, Basel und Lei Siyu, Chongqing organisiert.
Mit freundlicher Unterstützung von Organhaus Art Space (China) und Pro Helvetia (Schweiz).
08.06.2011
20,00 Uhr
ON THE OTHER SIDE:
CHINESE VIDEO ART PROJECT
2. Teil
"On the Other Side: Chinese Video Art Project" ist eine Zusammenstellung von sechs Video-Beiträgen (am 31.5) chinesischer Künstlerinnen und Künstler und einem Dokumentarfilm (8.6.). Zusammengestellt wurde das Programm von dem unabhängigen Kunstraum Organhaus in Chongqing und dessen Kurator Nikun.
An diesem Abend wird ein Dokumentarfilm über die Errichtung des umstrittenen "Drei-Schluchten-Staudamms" gezeigt, der grösste Damm, den die Menschheit je errichtet hat und für den ein ganzes Tal des Jangtse-Flusses geflutet wird.

...
Before the Flood
CHINA, 2004, Mandarin, 143 min
Directors, Editing: Li Yifan, Yan Yu
When the Three Gorges Dam is completed in 2009, it will be the world’s largest, but its reservoir will also submerge many villages and displace thousands of residents. Preserved in verse by the poet Li Bai, Fengjie in Chongqing is one of these unfortunate villages. Since the water began to rise in January 2002, the villagers’ lives have revolved around the issue of migration. The troubles and strengths of these villagers, gripped by anxiety toward the future, surface as the spectacle of migration begins. Poignantly capturing the transition of an era, the film leaves a beautiful echo that resonates with the flow of time yet to be sung.
"On the Other Side: Chinese Video Art Project" wird in Zusammenarbeit mit Esther Hunziker, Basel und Lei Siyu, Chongqing organisiert.
Mit freundlicher Unterstützung von Organhaus Art Space (China) und Pro Helvetia (Schweiz)
22.06.2011
20,00 Uhr
REFLECTIONS AND GHOSTS
Ein Film über Martin Hodel
...
Geister auf Gletschern. Da geht einer. Ist keine dreißig Jahre alt und fällt in eine Gletscherspalte. Gefunden wird er am nächsten Tag. Tot. Der Tote ist Martin Hodel. Künstler. Teil des Trios Hodel/Schumacher/Clavadetscher, das Anfang der 90er-Jahre von sich reden machte; mit Aktionen, die kaum sichtbar waren, umso mehr aber erzählbar blieben.
Martin Hodels 90er-Jahre sind Dada. Denn über allem schwebt König Ubus Pataphysik, dieser von Alfred Jarry geprägte Begriff zur Wissenschaft des Absurden. Daran knüpften Hodel/Schumacher/Clavadetscher an, darauf bezieht sich auch REFLECTIONS AND GHOSTS.
Es ist eine Mischung aus unbedingter Nähe, dokumentarischer Distanznahme und performativem Charakter, die den einzelnen Begegnungen in REFLECTIONS AND GHOSTS Dringlichkeit und Gewicht geben, mit einer Leichtigkeit, die den Zuschauer zuweilen mit einem Augenzwinkern zurücklässt. Das hätte Hodel gefallen.
Regie Andrea Siering/Andrea Clavadetscher, CH 2010, OmU, HD, 95 min.
Der Film wird in Zusammenarbeit mit Andrea Clavadetscher Andrea Clavadetscher präsentiert.
29.06.2011
20,00 Uhr
Grand Marquis

"... I think they are the most intelligent Austrians who have ever been to Mexico... (Sara Glaxia)"
Grand Marquis is about a gelatin trip through Mexico, the ultimate Road Movie.
Ein Film in drei Teilen, Regie Gelitin, 2002, USA/Mexico, 120 min.
"Grand Marquis" wird in Zusammenarbeit mit Andrea Clavadetscher präsentiert.
07.07.2011
20,00 Uhr
Who is Bozo Texino?

...
Who is Bozo Texino? is the picaresque chronicle of a 16-year search for the source of a ubiquitous rail graffiti—a simple sketch of a blank-staring character with an infinity-shaped hat and the scrawled moniker, “Bozo Texino”—a drawing seen on railcars for over 80 years. Daniel rode freight trains across the West carrying a Super-8 sound camera and a 16mm Bolex, interviewing tramps and brakemen and in his quest discovered the roots of a folkloric tradition that has gone mostly unnoticed for a century.

...
Taking inspiration from Beat artists Robert Frank and Jack Kerouac, the film functions both as a subcultural documentary and a stylized fable on wanderlust, outsider identity, and escape.
Directed by Bill Daniel, 56 Minutes, USA 2005, B/W, English.
27.07.2011 -
29.07.2011
UnVids
A rather new medium of interaction between bands and fans are unofficial videos, or “UnVids.” As opposed to traditional industry promotion techniques (label produces album/video, fan watches video/buys album), this new mode of promotion is nonlinear, and potentially self reinforcing. The following example is one illustration of this:
Several months ago, Dino Rossi made an UnVid for the band Coma Cinema. The video quickly received thousands of views after being picked up by a number of music blogs. On a recent visit to the website of Coma Cinema’s label, Dino was surprised to find the unofficial video he had made being used by the label to promote the band.

...
This is a one example of a complete UnVid cycle: an unofficial video made for a song that was found on a blog, which then ends up on the official label website promoting the band. This represents a new degree of intimacy between the band, label and fan, which until recently was not possible. The degree of involvement of a fan in the production of a music video is far greater than entering an address into google earth and then watching what happens, as in the “interactive” Arcade Fire video. Through the production of UnVids, fans become creative participants rather than merely consumers. Through this production a symbiotic relationship between band and fan is created. In instances where the song did not previously have a video, the video has the potential to become the primary source of publicity for the band as more and more people search for music through sites like youtube and vimeo.
The role of unofficial videos in the promotion of young bands is underestimated. Until recently, there was no forum devoted to the phenomenon of UnVids. This phenomenon developed independently of any music industry infrastructures and continues to independently evolve and grow.
Schedule:
Wednesday, July 27th
7 to 9pm: Bar and barbecue
9pm: Video screening
10pm: Concert San Marino
Thursday, July 28th
7 to 9pm: Bar and barbecue
9pm: Video screening
10pm: Concert Teppichmode
Friday, July 29th
7 to 9pm: Bar and barbecue
9pm: Video screening
10pm: Concert Tim & Puma Mimi
Subsequent to the concert: Party with DJ’s
"UnVids" is organised by Gian-Reto Gredig and Dino Rossi in collaboration with Corner College.
18.11.2011
19,00 Uhr
Daily Regime of an Institutional Life
Launch: Casco Issues XII
Opening the evening with the film 'Glory of the Garden' (HD-Video, 14 min, 2009) by Marion von Osten, a slow-tempo satire of change in the art institutional structure over the last decades, this evening will focus on the bio-political aspect of an institutional operation. It will reference Katerina Seda's practice, as well as the sociological approach in Mary Kelly, Margaret Harrison and Kay Hunt's ‘Women and Work’ as both put emphasis on the "daily regimes" of villagers and workers. Deductively, we can draw from the daily regimes of different "institutions", ranging from highly established ones to self-organised spaces, and groups, especially in light of Bob Black's article ‘The Abolition of Work’ and the recent article 'Bodies in Alliance and the Politics of the Street' by Judith Butler whereby she criticizes Hannah Arendt’s narrow concept of what action can be. The question then of course would be: what changes do we want and what can we do to the established daily regimes?

...
After the film screening we will launch the new issue of Casco Issues with the editors Binna Choi and Axel Wieder. Casco Issues is a magazine published by Casco – Office for Art, Design and Theory, which explores recurring issues that emerge from Casco’s programme. It centres on artists' and designers’ writings and other unconventional forms of publishing. The twelfth edition of Casco Issues, ’Generous Structures’, focuses on “playfulness” as a value in critical cultural practice. As a playful inquiry, it positions alternative notions of playing against the grain of neoliberal ideologies of “lifelong learning” and “work as play”.
Film starts at 8pm. Discussion afterwards.
Corner Cuisine will serve you with a new version of Ein-Topf. Come and enjoy!
In cooperation with Motto Zurich Store.
10.01.2012
20,00 Uhr
Soirée Video

Still from Dave Charlesworth: Wander (Walker), 2011
Nicole Bachmann is an artist based in London and Zürich. She suggests a choice of different films. She writes:
"The choice of films reflects what is being produced in London at the moment. There is a strong narrative element which coincides or collides with the images showed alongside. A sort of video essay but maybe with a more de-constructionalist twist which plays on language and imagery and how they go together. A narrative voice accompanies the viewer through the film taking her along the story albeit it being associative and not a straight line. One exception presents EP Park's film where communication and narration are made difficult."
The following films will be screened:
Dave Charlesworth
Wander (Walker) (2011) 9'25''
The Wander (Walker) takes us on a walk through history and memory. A male narrator recites the story while photographs interchange quickly. "The photographs provide a guide to an off-kill of history"
EP Park
A Friend of Mine (2011) 6'09''
A film made out of filmstills with obscure texts and varying levels of possible reading.
Ralph Dorey
Sunk In (2011) 8'
Ralph Dorey's film deals with the concept of film and how things are constructed. But also with the question of what is an inner and outer structure and how to make them visible.
Annie Davey
no title or length yet
Annie Davey's film is a narrative that takes us on a journey having as starting point a contemporary building in London. On her way she visits a modernist icon and recounts her experience.
All films and artist will be introduced by Nicole Bachmann. Films are in English language with no subtitles.

