25.08.2009
Summer School 2009
Corner College is delighted to present Summer School by artist, Antoni Wojtyra, this summer during July and August.
Summer School presents readings, lectures, and films composed as a remedial Art theory class and is organized in a spirit of "each one, teach one" - Antoni Wojtyra will act as lead organizer, a guide, instigator and as a student learning, not just a teacher. The 7 week course employs a collection Art and theory by artists and primarily address 2 major issues: the ability of Art to effect social change and secondly places and strategies of Art production.
Texts will be read by each student in advance and will be discussed together as a group and supplemented by films, and invited guest teachers. The first class addresses the impossibility of learning and knowing everything and it will be held on Tuesday July 7, 7 p.m. All subsequent classes will be held on Tuesday evenings (schedule below). A nominal CHF 30.- tuition fee for participating students includes a course book published by Rollo Press.
Program
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1 Tuesday July 7, 7 p.m.
Introduction, Sign-up and get together
-- Film: 'La Jetée' by Chris Marker
-- Text: 'The Library of Babel' by Jorge Luis Borges
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2 Tuesday July 14, 7 p.m.
-- Text: 'Untitled' by David Hammons
-- Text: 'Something's Missing' by Ken Lum
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3 Tuesday July 21, 7 p.m.
-- Text: 'The Applied Social Arts' by Artur Zmijewski
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4 Tuesday July 28, 7 p.m.
VACATION
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5 Tuesday August 4, 7 p.m.
-- Text: 'Inside the white cube: notes on the gallery space' by Brian O'Doherty
-- Text: 'May I help you?' by Andrea Fraser
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6 Tuesday August 11, 7 p.m.
-- Text: 'An introduction to the general theory of place' by Wieslaw Borowski, Hanna Plaszkowska, Mariusz Tchorek
-- 3 Films by Gordon Matta Clark Conical Intersect (1975), Splitting (1974), Bingo Ninths (1974)
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7 Tuesday August 18, 7 p.m.
-- Text: 'Depiction, Object, Event' by Jeff Wall
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8 Tuesday August 25, 7 p.m.
-- Text: 'Dispersion' by Seth Price
GRADUATION PARTY

Summer School 2009
> Download the Course Book as a PDF
19.00 Uhr
Spielobjekte: Geschichte einer künstlerischen Innovation,
1945 bis 1975
Das Spielobjekt aus variablen Elementen, die vom Betrachter verschieden zusammengesetzt werden können, wurde als eigene, neue Form der konstruktiven, konkreten oder kinetischen Kunst bisher kaum wahrgenommen. Dies verwundert umso mehr, als dass um 1970 ein regelrechter Spielobjekt-Boom in der Kunstwelt zu verzeichnen ist, der sich selbst im Schaffen namhafter Künstler wie Max Bill oder Victor Vasarely widerspiegelt.
Ihre Anfänge hat diese Kunstform um 1945. Nach Pionierjahren, die insbesondere in der Schweiz ihren Ausdruck finden, setzt gegen 1960 in diversen Ländern wie in Italien, West-Deutschland oder Brasilien eine rasant anwachsende Spielobjekt-Produktion ein. Spätestens zur Mitte der 1970er Jahre bricht diese jedoch aus verschiedenen Gründen fast vollständig zusammen.

Karl Gerstner: Das tangentiale Exzentrum, 1956/1957
Im Rahmen seines bebilderten Vortrags zeichnet Frederik Schikowski die Ursachen für den imposanten Aufstieg und rasanten Fall dieser zu Unrecht übersehenen Kunstform nach. Dabei werden verschiedene Aspekte, wie die Rolle Zürichs, die Idee des "Multiples", der Einfluß der Informationsästhetik oder das für die Geschichte des Spielobjekts ambivalente Jahr 1968 thematisiert. Entsprechend dem Vortragsort wird dabei der Schwerpunkt auf dem Spielobjekt Schweizer Provenienz liegen.
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K.K. Forum C.C.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Forum KK" für Forschung in Kunst und Kultur am Corner College Zürich in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Kulturwissenschaften (SGKW), unter der Leitung von Michael Hiltbrunner. 29.07.2009
20.00 Uhr
Work to do!
Selbstorganisation in prekären
Arbeitsbedingungen
Ein Blick hinter die Kulissen: Die Publikation «Work to do!» setzt sich mit den Dynamiken und emanzipatorischen Momenten sowie den Paradoxien und Problemen von Selbstorganisation auseinander. Ausgangspunkt der Recherchen und künstlerischen Projekte ist die Beschäftigung mit dem Wandel von Arbeitsverhältnissen und ihren Organisationsstrukturen sowie der Kontext Zürich selbst. Mit den Künstlerinnen und Künstlern: bankleer, Saskia Holmkvist, Andrea Knobloch, Folke Köbberling/Martin Kaltwasser, Andreja Kulunčić, RELAX (chiarenza & hauser & co) und Mirjam Wirz wurden Projekte entwickelt, die eine Nachhaltigkeit und Diskussion in öffentliche Sphären ermöglichen sollten. Trotz eines konkreten Bezuges zur Situation in der Schweiz, fragen die Projekte aber darüber hinaus nach Entwicklungen und Handlungsmöglichkeiten, die auch andernorts relevant sind.

Work to do!
Ergebnisse und Skizzen zu den Projekten sind in dieser Publikation zusammen gefasst: Bildmaterial sowie Reflexionen stellen die Projekte, ihre Entwicklungen und konzeptuellen Ansätze, sowie auch die Produktionsbedingungen vor. Die Publikation möchte damit den Blick hinter die Kulissen der Kunstproduktion ermöglichen und gleichzeitig einen Beitrag zur Diskussion über künstlerische Praxis darstellen. Texte von TheoretikerInnen, AktivistInnen und KuratorInnen kommentieren darüber hinaus die Frage nach Arbeitsbedingungen und Selbstorganisation sowie die Ebenen der Recherche- und Produktionsprozesse.
Hrsg. von Sønke Gau und Katharina Schlieben für den Verein Shedhalle
Gestaltung von Urs Lehni und Lex Trüb
Deutsch/Englisch
240 Seiten
Verlag für moderne Kunst Nürnberg
ISBN: 978-3-941185-76-0
48.– CHF / 29.– €
Apéro mit freundlicher Unterstützung:
Appenzeller Bier/Brauerei Locher
Weinselektionen Gerstl
Mineralquellen Gontenbad09.08.2009
20.00 Uhr
Ritta & Larry!

Bastard Pop!
20.00 Uhr
Ästhesen — zeitgenössische Kunst denken #4
"Wer mit seiner Kunst die Welt nicht ändern will ist kein Künstler; wer es will ein Narr"
Jahrzehnte lang hat LUDWIG HOHL (1904 – 1980) in krassester Armut in einem Genfer Kellerloch verbracht. Nicht nur am eigenen Leibe hat er Not und Hunger gelitten; fehlendes Geld für Heizung, Beleuchtung und Papier haben auch Hohls künstlerische Arbeit extrem belastet. Allen widerlichen Umständen zum Trotz, hat Hohl aber mit fast heiligem Ernst und einer Entschlossenheit, die ans Ungeheure grenzt, ausschliesslich für die Kunst gelebt. Am Ende ist er für sein Werk sogar gestorben.
Es fragt sich also, wo der verbissene Eifer dieses an die Kunst verlorenen Sohns eines Pastoren herrührte. Diese Frage verweist auf eine fundamentalere Frage, auf die jede(r) Kunstschaffende und über Kunst Reflektierende sich Klarheit verschaffen muss: "Kunst - was ist das? was soll das? Und vor allem: was habe ich damit zu tun?"

Ludwig Hohl, 1904 - 1980
Ludwig Hohl hat darauf eine radikale, theoretische Antwort gegeben, die sein gesamtes künstlerisches Schaffen anschaulich und sein Lebenswandel existenziell illustriert. Hohls Kunstauffassung läuft in der Hauptsache auf eine Synthese von Kunst und Philosophie heraus. "Künstler", sagt Hohl, "sind auch Spezialisten, nämliche des Wesentlichen. Künstler sind Spezialisten der Philosophie." Das Verbindende sieht Hohl darin, dass nicht nur Philosophie, sondern auch die Kunst Erkenntnis generiert, wobei als Königsweg der Erkenntnis aber nicht ein logisch-philosophisches Kalkül, sondern die Rückbesinnung auf die schöpferische Arbeit des Künstlers gilt. Wenn wir dieser Auffassung von Hohl folgen wollen, so werden wir unweigerlich in ein spannungsvolles Verhältnis zu unserer Umwelt verrückt. Insofern wir nämlich Erkennende sind, sollen wir die Welt dem Besseren entgegen verändern, insofern wir aber Künstler sind, können wir das doch nicht! – Sollen wir? Können wir nicht? – – – ?
"Zwischen diesen zwei Gegebenheiten: erstens der Tatsache, dass man mit seiner künstlerischen Arbeit ( in der Richtung der Erkenntnis, im Sinne der inneren Resultate dieses Arbeitens) die umgebende Welt, die Nächsten nicht ändern wollen darf (denn versucht man es doch, so verzweifelt, erstickt man daran; Beispiele dafür wären in jeder wirklich künstlerischen Existenz zu finden); und, zweitens, der Tatsache, dass ein künstlerisches Arbeiten aber nicht ernst (echt) sein kann, ohne die Welt ändern zu wollen: zwischen diesen zwei Gegebenheiten besteht eine Dissonanz von ungemeiner Schwere". (Ludwig Hohl: Die Notizen oder Von der Unvoreiligen Versöhnung)

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"Ästhesen" beabsichtigt künstlerische Praktikerinnen und ästhetische Theoretikerinnen im Rahmen eines öffentlichen Anlasses miteinander kurzzuschliessen und damit eine Schnittstelle für eine gemeinsame theoretische Reflexion jenseits von Feuilleton oder Akademie zu eröffnen. Die Form orientiert sich primär am Dialog, inhaltlich soll es um aktuelle ästhetische Problemstellungen gehen. Ziel ist es, dass sich ein reflexives und vermittelndes Gespräch mit Bezug zur zeitgenössischen Kunst entfalten kann, an dem die verschiedenen Protagonistinnen des Kunstsystems gleichermassen teilnehmen und von einander profitieren, indem sie nicht nur über einander, sondern auch miteinander reden.
Die Diskussion wird jeweils mit einer Eingangsthese initiiert, die von einer eingeladenen Person vorgestellt wird. Im Anschluss werden Fragen, Beobachtungen und Phänomene gemeinsam diskutiert werden. Die vorgestellte These soll auf einer pointierten Fragestellung basieren oder einem scheinbaren Widerspruch im Kunstsystem, der ein Mindestmass an theoretischem Problembewusstsein und Hintergrundwissen voraussetzen kann, zugleich aber losgelöst von systematischen Theorien bzw. ohne deren fundierte Kenntnis erörtert werden kann.
Konzeption: Imre Hofmann in Zusammenarbeit mit Corner College26.08.2009 -
19.09.2009
18.00 Uhr
Go With The Guts
Go With The Guts at Corner College is a group show featuring prints by artists from www.gowiththeguts.com, an online shop that started December 2008 and went online February 2009 selling prints by Zurich artists. All prints are made from either one of the traditional printmaking techniques such as: woodblock, linocut, intaglio including etching, aquatint and drypoint, stencil including screenprinting and pochoir, and monoprint.
During the exhibition period at Corner College, there will also be a screening, an excursion and a workshop.

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http://www.gowiththeguts.com31.08.2009
20.00 Uhr
Go With The Guts
The Print Renaissance of the 60's (57min.) is part of a lecture series by Prof. Esther Sparks, Associate Curator of Prints and Drawings at the Art Institute of Chicago, discussing the resurgence of traditional print media in the US during the 1960's starting with the founders of this Renaissance, such luminary artists as Robert Rauschenberg, Jasper Johns, Robert Motherwell, Helen Frankenthaler, Jim Dine, James Rosenquist, Larry Rivers, and Frank O'Hara.

Prof. Esther Sparks
19.00 Uhr
Das Theremin
Das Anfangs der 1920er Jahre vom Russen Lev Termen entwickelte Theremin hat sich zu einem festen Bestandteil in der Musik entwickelt. Die klanglichen Möglichkeiten dieses eigentlich banalen Geräts, die sowohl an Geige, singende Säge, oder menschliche Stimme erinnern können, werden aber nur selten erforscht.
In den 1930er Jahren gab es für das Theremin und verwandte Instrumente wie die französische Ondes Martenot zahlreiche Stücke von Komponisten wie Joseph Schillinger, Arthur Honegger oder Percy Grainger. Später folgten Hollywood-Filmkomponisten wie Miklós Rózsa oder Bernhard Herrmann. Zwar sind "Ätherklänge" mittlerweile auch in der Popmusik fest verankert, doch viele der frühen Werke werden kaum mehr aufgeführt. Einen weiterhin experimentellen Zugang, wie ihn John Cage für das Theremin forderte, findet sich etwa bei der Interpretin Pamelia Kurstin oder dem Künstler Gordon Monahan.
Dieser Zugang ist auch für Lena Willikens das eigentlich spannende am Theremin mit seinem schwebenden und kaum kontrollierbaren Klang. Nach ihrer Einführung mit Bild- und Tonbeispielen wird sie zusätzlich live Theremin spielen.

Lena Willikens live, 2009
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Forum KK" für Forschung in Kunst und Kultur am Corner College Zürich in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Kulturwissenschaften (SGKW), unter der Leitung von Michael Hiltbrunner. 02.09.2009
17.30 Uhr
Go With The Guts
In the context of the exhibition Go With The Guts, Corner College organises a trip to the Graphische Sammlung of the ETH Zürich, where visitors will get a guided tour by Paul Tanner.
http://www.gs.ethz.ch
13.00 Uhr
Go With The Guts
In the context of the exhibition Go With The Guts, Corner College organises a visit to the lithography studio of Thomas Wolfensberger, where he will explain the whole lithographic technique by offering a 2-hour workshop. (max. 12 pers.)

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19.00 Uhr
Vom Beichtstuhl zur Couch
Psychologisierung religiöser Praxis im 19. Jahrhundert
"Von welchen Sternen sind wir uns hier einander zugefallen" sind Friedrich Nietzsches oft wiedergegebene erste Worte an Lou Salomé im römischen Petersdom. Weniger Beachtung fand bisher, dass diese vor einem Beichtstuhl gesprochen wurden, welcher laut Lou Salomé der geistigen Arbeit Feuer und Frömmigkeit zu verleihen vermochte. Dieser Beichtstuhl im Zentrum des Katholizismus wird zum Ort verklausulierter Liebeserklärungen, zur Schreibunterlage und zur Inspiration antichristlichen Denkens – und dadurch zum Sinnbild der Säkularisierung im Zeitalter des wissenschaftlichen Materialismus.
Nietzsches Entwurf einer Psychologie des Gläubigen in Der Antichrist stellt einen wichtigen Schritt innerhalb des Säkularisierungsprozesses der Moderne dar. Seine Argumentation unterläuft dabei der Gefahr der Konterdependenz von Glaube und Wissenschaft, während die frühe Psychoanalyse religiöse Praxis als zwangsneurotisches Verhalten und kulturellen Atavismus ablehnt. Ähnlichkeiten und Berührungspunkte zwischen religiöser Beichte und therapeutischer Redekur werden auf diese Art ausgeblendet.
Der Vortrag beleuchtet die Psychologisierung religiöser Praxis im Säkularisierungsprozess des 19. Jahrhunderts anhand der Entwicklung von der Beichte zur Therapie. Untersucht wird dieser Umschlag vom Beichtstuhl zur Couch am Körper des Beichtenden, an welchem ein gesellschaftlicher Disziplinierungsvorgang, wie ihn Foucault beschreibt, sichtbar wird.

Maddalena penitente. Marmor, 90 cm, 1793–1796, Museo di Sant'Agostino, Genua.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Forum KK" für Forschung in Kunst und Kultur am Corner College Zürich in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Kulturwissenschaften (SGKW), unter der Leitung von Michael Hiltbrunner. 02.10.2009
19.00 Uhr
Ein Haufen Haare
Im Herbst 2008 hielt sich Michael Günzburger für drei Monate in New Delhi auf, um mit nordindischen Kunsthandwerkern Multiples zu produzieren. Seine einzige Bedingung für die Kooperation war, dass die angefragten Handwerksmeister auch am Sujet mitarbeiteten. Dies war alles andere als einfach, und nötigte etwa Michael Günzburger, einem Miniaturmaler aus Jaipur den Auftrag zu geben, einen "Haufen Haare mit Flecken" zu zeichnen. Gerade daraus entwickelte sich ein Austausch, der durchaus als tiefergreifenden Einstieg in einen interkulturellen Dialog über Handwerk und bildende Kunst, deren Auftrag und Ausführung, und Autorenschaft und Tradition verstanden werden kann.
Zum ersten Mal zeigte Michael Günzburger in New Delhi selber die daraus entstandenen Arbeiten, und präsentiert sie nun zusammen mit einer Einführung des indischen Künstlers Ravi Agarwal im Corner College.

Ein Haufen Haare (Zwischenstufe), 2008
Theory Tuesdays
Theory Tuesdays is a participatory reading group organized in the spirit of "each one, teach one." Philip Matesic will launch the weekly reading group with the organization and coordination of the first six weeks under the theme "Participation in Art." The required texts will be read by each member in advance and then discussed together as a group.
At the conclusion of the fifth week, the reading schedule will be open to the individual members of the group, to decide what to read and discuss in the following weeks. Active participation by all members is essential as Theory Tuesdays sets out to be a collaborative, ongoing discussion, where everyone will contribute, teach and learn from one another.
The first two Tuesdays will address the historical lineage of participation in art as well as a detailed glimpse into Happenings in New York in the late 1950s and early 1960s. The first session will be held on Tuesday, Oktober 6 at 7 p.m. All subsequent sessions will be held on Tuesday evenings at 7 p.m. (schedule below). A nominal CHF 20.- tuition fee for participating members will include copies of required readings and help fund a small travel budget for the visiting artist.

Theory Tuesdays
PROGRAM
Week 1: Tuesday, Oktober 6, 7 p.m.
Sign-up and Introduction
Text: Rudolf Frieling "Toward Participation in Art"
Week 2: Tuesday, Oktober 13, 7 p.m.
Text: Boris Groys "A Genealogy of Participatory Art"
Text: Allan Kaprow "Happenings in the New York Scene"
Week 3: Tuesday, Oktober 20, 7 p.m.
Text: Claire Bishop "Viewers As Producers"
Text: Nicolas Bourriaud "Relational Form"
Text: Lars Bang Larsen "Social Aesthetics"
Week 4: Tuesday, Oktober 27, 7 p.m.
Text: Miwon Kwon "From Site to Community in New Genre Public Art"
Text: Cascoland "Interventions in Public Space"
Week 5: Tuesday, November 3, 7 p.m.
Text: Darren O’ Donnell "Social Acupuncture" (Part One and Two)
Text: Tom Finkelpearl "Interview: Vito Acconci on Art, Architecture, Arvada and Storefront"
Week 6: Tuesday, November 10, 7 p.m.
Visiting Artist: Saskia de Brauw (NL)
17.10.2009
17.00 Uhr
Ästhesen – zeitgenössische Kunst denken #5
"Das Objekt weiss mehr"

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"Ästhesen" beabsichtigt künstlerische Praktikerinnen und ästhetische Theoretikerinnen im Rahmen eines öffentlichen Anlasses miteinander kurzzuschliessen und damit eine Schnittstelle für eine gemeinsame theoretische Reflexion jenseits von Feuilleton oder Akademie zu eröffnen. Die Form orientiert sich primär am Dialog, inhaltlich soll es um aktuelle ästhetische Problemstellungen gehen. Ziel ist es, dass sich ein reflexives und vermittelndes Gespräch mit Bezug zur zeitgenössischen Kunst entfalten kann, an dem die verschiedenen Protagonistinnen des Kunstsystems gleichermassen teilnehmen und von einander profitieren, indem sie nicht nur über einander, sondern auch miteinander reden.
Die Diskussion wird jeweils mit einer Eingangsthese initiiert, die von einer eingeladenen Person vorgestellt wird. Im Anschluss werden Fragen, Beobachtungen und Phänomene gemeinsam diskutiert werden. Die vorgestellte These soll auf einer pointierten Fragestellung basieren oder einem scheinbaren Widerspruch im Kunstsystem, der ein Mindestmass an theoretischem Problembewusstsein und Hintergrundwissen voraussetzen kann, zugleich aber losgelöst von systematischen Theorien bzw. ohne deren fundierte Kenntnis erörtert werden kann.
Konzeption: Imre Hofmann in Zusammenarbeit mit Corner College20.10.2009
19.00 Uhr
Theory Tuesdays
Text: Claire Bishop "Viewers As Producers"
Text: Nicolas Bourriaud "Relational Form"
Text: Lars Bang Larsen "Social Aesthetics"
> Viewers As Producers
> Relational Form
> Social Aesthetics
19.00 Uhr
Experimental Reading
by Lucie Kolb
As a part of the opening of the online exhibition:
The Voice and its Double
http://thevoiceanditsdouble.crisap.org
Werner Bärtschi
Françoise Canal
Henri Chopin
François Dufrêne
Christian Flamm
Colin Guillemet
Michael Hiltbrunner
Francesco Hoch
Åke Hodell
Honey-Suckle Company & Konrad Sprenger
Institut für Feinmotorik
Isidore Isou
Franck Leibovici
Gordon Monahan
Ladislav Novák
Gabriel Pomerand
Giorgio Ronna & Matias Aguayo
Sandra Scarnati
Kathrin Sonntag
Laurie Spiegel
Veronika Spierenburg & Sabina Leone
Karlheinz Stockhausen
Carl Stumpf
Curated by Michael Hiltbrunner, Zurich

Curwen Left Hand Signing by Christian Flamm
CRiSAP – Creative Research into Sound Arts Practice
London College for Communication (LCC), University of the Arts London (http://www.crisap.org)27.10.2009
19.00 Uhr
Theory Tuesdays
Text: Miwon Kwon "From Site to Community in New Genre Public Art"
Text: Cascoland "Interventions in Public Space"
> From Site to Community in New Genre Public Art
> Interventions in Public Space
19.00 Uhr
Theory Tuesdays
Text: Darren O’ Donnell "Social Acupuncture" (Part One and Two)
Text: Tom Finkelpearl "Interview: Vito Acconci on Art, Architecture, Arvada and Storefront"
> Social Acupuncture
> Interview: Vito Acconci on Art, Architecture, Arvada and Storefront
21.11.2009
19.00 Uhr
Von Andres bis Züst
Eine Bibliothek geht auf Wanderschaft
Mit Thomas Galler, Ingo Giezendanner aka GRRRR, Laurent Goei, Lutz/Guggisberg und Bessie Nager

A – Z
Mi – Fr 14 – 19 Uhr, Sa 11 – 17 Uhr
Der Künstler und Sammler Andreas Züst war nicht nur eine legendäre Figur des schweizerischen und europäischen Kunstlebens, sondern auch ein mit einem vielschichtigen Bewusstsein ausgestatteter Bücherliebhaber, der eklektisch und doch detailliert Bücher sammelte. Seine Bibliothek weist darum weit über diejenige einer Privatperson heraus, in ihr lässt sich das Gefüge unserer Kultur erkennen, das sich aus der Mischung seiner assoziativen Interessen am Wetter, der Geologie, Astronomie, Physik, Botanik, Kunstgeschichte, Anthropologie, Polarexpeditionen, Fotografie, Malerei, Musik, Kitsch, UFOs, den Hell’s Angels, der Aussenseiter-Kultur, psychedelischen Erfahrungen und darüber hinaus ergibt. Gleichzeitig ist die Bibliothek Andreas Züst im Zeitalter der elektronischen Medien als grosse Liebeserklärung an das Buch, seine Ästhetik und Haptik, zu verstehen.

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Nun begibt sich die Bibliothek mit ihren 12‘000 Büchern und einem Gewicht von etwa 9 Tonnen auf Reise, von ihrer ursprünglichen Heimat im Zürcher Oberland über das Perla-Mode (ZH), das Sitterwerk (SG) und die Kantonsbibliothek AR, Trogen, in den Alpenhof (AI), wo sie, nach zurückgelegten 100‘000 Metern, in diesem ehemaligen Hotel und heutigen Kulturhaus ihre neue Heimat findet. Begleitet wird die Bibliothek auf Wanderschaft von Arbeiten der KünstlerInnen Thomas Galler, Ingo Giezendanner aka GRRRR, Laurent Goei, Lutz/Guggisberg und Bessie Nager, allesamt Arbeiten, die sowohl räumlich als auch inhaltlich mit Themen der Bibliothek korrespondieren. Auch begleitet wird die Bibliothek Andreas Züst von Veranstaltungen, die sich in einem vielfältigen Programm Themen rund um eine solche Büchersammlung auf Wanderschaft widmen.

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Donnerstag 5.11.2009, 19.30 Uhr
Advance of the Fungi
Buchpräsentation von Roland Früh (Hyphen Press, London) mit einem Vortrag von Patrick Romanens, Pilzproduzent.
Der englische Autor Ernest Charles Large (1902–76) war Chemiker für die Industrie, Schriftsteller und Pflanzenwissenschaftler. Neben einer wissenschaftlichen Abhandlung über Pflanzenkrankheiten, "Advance of the Fungi", veröffentlichte Large die beiden Romane "Sugar in the Air" und "Asleep in the Afternoon". Ein Abend in der Schnittmenge von Wissenschaft, Literatur und der Metaphysik des Pilzsammlers.
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Donnerstag 12.11.2009, 19.30 Uhr
Öffentliche Führung mit Ruth Schweikert, Schriftstellerin
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Mittwoch 18.11.2009, 21.00 Uhr
Filmvorführung mit Echtzeit-Vertonung
"Grass – A Nation’s Battle for Life", Merian C. Cooper, Ernest Schoedsack, USA 1925, 71’
Der erste richtige Roadmovie der Filmgeschichte: Die Dokumentation der dramatischen Reise des südpersischen Stammes der Bakhtiari von Angora aus über den Fluss Karun und den Viertausender Zerd Kuh, hin zu den saftigen Wiesen des Bakhtiari-Landes. Von den Machern des Filmklassikers "King Kong". Die Filmvorführung wird in einer Echtzeit-Vertonung begleitet von Sven Bösiger (Electronics / Maultrommel) und Patrick Kessler (Kontrabass).
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Donnerstag 19.11. 2009 19. 30 Uhr
Öffentliche Führung mit Stephan Kunz, Kurator Aargauer Kunsthaus
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19.00 Uhr
Theory Tuesdays Special
Visiting Artist: Saskia de Brauw (NL)
Saskia de Brauw is a performance artist, dancer, and photographer living and working in Amsterdam. She has completed multiple projects investigating the body in relation to architectural space, community and time. Participation has played an important role in her projects, ranging from a one on one folding project on the streets of Paris to collaborating with a small community in Amersfoort, Netherlands.

Room II, The Dutch seaside, 2005
Saskia will be presenting her work and a recent publication about her work, entitled “Traces”, on Tuesday, November 10th at 7pm at Corner College. This event is hosted and sponsored by Theory Tuesdays. More information and documentation about Saskia’s art practice can be found on her website: http://www.saskiadebrauw.com

Theory Tuesdays
19.00 Uhr
Theory Tuesdays
Film: "On the Passage of a Few People through a Rather Brief Moment in Time: The Situationist International 1956-1972" Documentary (1989)
Film: "La Société du spectacle" by Guy Debord (1973)

True
20.00 Uhr
Liner Notes. Gespräche über das Büchermachen,
Leipzig z.B.
Der Ausgangspunkt für das Buch "Liner Notes. Gespräche über das Büchermachen, Leipzig z.B." war eine Anzahl Bücher, die in den vergangenen Jahren von Buchgestalterinnen und Buchgestaltern produziert wurden, die an an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst studiert haben. Den Herausgebern Markus Dreßen, Lina Grumm, Anne König und Jan Wenzel ging es nicht darum, den Output aus Leipzig retrospektiv aufzubereiten. Viel wichtiger war ihnen, ein paar Dinge mit dem Buch voranzutreiben. Es liest sich deshalb eher wie eine Mitschrift der laufenden Produktion. -- Was heißt es, ein Buch zu gestalten? "Liner Notes" geht dieser Frage in fiktiven Dialogen und Gesprächsprotokollen nach, in denen Buchgestalterinnen detailliert über den Entstehungsprozess eines ihrer Bücher sprechen. Entstanden ist so eine Reflexion im Medium: Ein Buch, das aus Büchern gemacht ist und dessen Gebrauchswert darin liegt, Ideen für neue Bücher zu geben.

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Liner Notes. Gespräche über das Büchermachen, Leipzig z.B.
Herausgegeben von Markus Dreßen, Lina Grumm, Anne König und Jan Wenzel
256 Seiten
Gestaltung: Markus Dreßen und Lina Grumm
ISBN: 978-3-940064-83-7
Englisches Supplement: 978-3-940064-84-4
35 Euro
http://www.spectorbooks.com23.11.2009
19.00 Uhr
How Riley Re-Invented Repetition
Structural repetition in US-American avant-garde and experimental music around 1950 was considered a taboo: Cageian open forms as well as serial twelve-tone rows clearly forbade it. A radical gesture can be found in La Monte Young’s Fluxus-influenced X for Henry Flint (1960), but the kind of repetition used in it cannot be considered a proper compositional technique.

Terry Riley, Studio Session, Copenhagen, 1970
It was Terry Riley who started to work with looping and delay techniques offered by the tape recorder, first present in the tape collage Mescalin Mix (1961). At the same period he also experimented with new forms of assembling recorded material that anticipates the practice of remix (Music for “The Gift”). With In C (1964), these techniques are transferred to the instrumental work, an abstract move between two ontologically distinct realms: the mechanical and the instrumental. Its impact is integral to the understanding of the later American musical minimalism, including the works of Steve Reich and Philip Glass.
In his illustrated and sonorous presentation (in English), Johan Girard shows Riley’s pioneering and the further development of the use of repetition in experimental music after him.

K.K. Forum C.C.
The presentation is part of the series "Forum KK" for research in art and culture, directed by Michael Hiltbrunner, at the Corner College Zurich in cooperation with the Swiss Society for Cultural Studies (SGKW). 24.11.2009
19.00 Uhr
Theory Tuesdays
Text: Excerpts from "Lipstick Traces: A Secret History of the 20th Century" by Greil Marcus (1989)

Lipstick Traces
18.00 Uhr
Beschlagnahmt: Rolf Heissler
Objekte aus dem Gefängnis
Rolf Heissler war Mitglied der Roten Armee Fraktion (RAF). In den 22 Jahren seiner Haft von 1979-2001 wurde seine Post überwacht, knapp 2000 Sendungen wurden beschlagnahmt. In ausgewählten Objekten zeigt die Ausstellung von Joachim Baur den Kampf um Kontrolle und die Kommunikation und Projektion unter den Bedingungen der Isolation. Sie wirft damit einen anderen Blick auf die lange Geschichte der Konfrontation von RAF, Staat und politischer Bewegung.

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Die Veranstaltung läuft im Rahmen der Reihe "Ästhetik@Subversion" der zHdK. Kommende Gäste in der Reihe sind Klaus Theweleit (Freiburg), 9.12.2009 und Dmitry Vilensky (St. Petersburg/Moskau), 13.1.2010
http://www.zhdk.ch/?vth28.11.2009
14.00 Uhr
Japan Proxy Market
"Japan Proxy" ist ein Blog für japanische Produkte. Im Schlaraffenland der japanischen Grossstädte sind wir laufend auf der Suche nach wertvollen schönen und verrückten Dingen, die wir in ausgewählte Läden in die Schweiz importieren. Ausgestellt wird:
• Papeterie Produkte aus den 80er Jahren
• Designer Socken von Ayamé
• Diverse Taschen und Rucksäcke
• Tenugui Tücher
• Handgemachte Kautschukballone
• u.v.m.

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Kommt vorbei und entspannt euch beim Anblick vom Japanproxy Steingarten während ihr frische koreanische Maki Rolls von Maya Minder aus dem "Kim Pat Corner" geniessen könnt.
http://www.japanproxy.ch01.12.2009
19.00 Uhr
Theory Tuesdays
Text: Excerpts from "Ästhetik der Interpassivität" by Robert Pfaller (2009)

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> Against Participation
> Interpassivität heute
19.00 Uhr
Zero Tolerance
Müller und Sourvinos dokumentieren seit Jahren dilettantische Graffiti in ganz Europa, welchen wir normalerweise kaum Beachtung schenken würden. Schnell und unbeholfen gesprüht, fern jeglicher Streetart oder Szenencredibilität. "Zero Tolerance" gilt für sie in allen Bereichen – im ästhetischen genauso wie im gesellschaftlichen Sinne. Das Künstlerbuch zeigt eine Auswahl ihrer gesammelten Kritzeleien, Slogans und Schriftbilder, im Versteckten auf Brückenpfeiler oder an Waldhütten gesprüht.

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"Zero Tolerance" wurde erstmals bei Rollo-Press als Bootlegversion publiziert und ist nun bei Kodoji Press erhältlich. Jedes der Bücher ist durch die unterschiedlichen Farbverläufe des Irisdrucks ein Unikat mit einem eigenständigen künstlerischen Ausdruck. Die Bilder, nur lose durch eine Banderole und einen Innenkarton zusammengehalten, laden zur Kreation eigener Seitenabfolgen ein. Die offene Form hinterfragt das typische Merkmal der Buchbindung und derer linearen Seitenabfolge. Der Text auf dem Innenkarton ist einer amerikanischen Antigraffiti-Webseite entnommen und informiert über Gefahren und Prävention von Graffiti.

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16.5 x 23 cm, 72 lose, gefaltete Seiten mit Banderole und separatem Innenkarton
40 SW-Bilder im Irisdruckverfahren
Kodoji Press, Baden, 2009, ISBN 978–3–03747–025–1
http://www.kodoji.com04.12.2009 -
06.12.2009
18.00 Uhr
Far from East Marathon
48 Hours of Tales Uninterrupted
48 hours of uninterrupted projection of animated films from China, Japan and USSR from 1941 until 1987 collected by the artist Julia Tabakhova. Join the event on Facebook.

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With animations by: Wan Lai-Ming, Mikhail Tsekhanovsky, Ivan Ivanov-Vano, Boris Stepantsev, Roman Kachanov, Vladimir Gromov, Mikhail Tsekhanovsky, Mstislav Pashchenko, Leonid Amalrik, Valentina Brumberg, Alexander Ivanov, Lev Atamanov, Vladimir Polkovnikov, Yevgeni Migunov, Boris Dyozhkin, Olga Khodataeva, Pyotr Nosov, Snezhko-Blotskaya, Roman Davydov, Ivan Aksenchuk, Boris Stepantsev, Yuri Norstein, Oleg Churkin, Lev Milchin, Vladimir Pekar, Osamu Tezuka, Efrem Pruzhanskiy, Inessa Kovalevskay, Mamoru Oshi.

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For the "Far from East Marathon - 48 Hours of Tales Uninterrupted" the graphic design studio Wakey (Paris) has developed a typeface called "Snuffféerie" integrating Julia Tabakhova's work. The typeface will be presented on posters: http://www.wakey.fr/marathon.html
> Download the full program here
19.00 Uhr
Theory Thuesdays
Text: Excerpts from "Art As Experience" by John Dewey (1934)

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> John Dewey - Deutsche Fassung
> John Dewey - English Version
19.00 Uhr
Fahrenheit 451
Der dystopische Roman einer bücherlosen Gesellschaft "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury erschien erstmals 1953 bei Ballantine Books (heute Random House). Bis heute sind davon über 5 Millionen Exemplare gedruckt worden. Der Roman basiert auf der Kurzgeschichte "The Fire Man" von Bradbury, die in "Galaxy Science Fiction" (Vol. 1, No. 5, Feb. 1951) erschienen ist. Der Titel bezieht sich auf die Temperatur, bei welcher sich Papier entzündet. 451°F entspricht 232,78°C.

240%
Ein Reprint der Zweitausgabe in der 24. Auflage wurde von Aude Lehmann und Lex Trüb 2009 in New York realisiert. 240% vergrössert und im Siebdruck in einer Auflage von 40 Stück gedruckt, können die Exemplare gekauft oder gegen ein Angebot freier Wahl getauscht werden. Die Herausgeber behalten sich vor, diese auf ihren Gegenwert hin zu prüfen und selektiv auszuwählen.
Mit DJ Renato Renato (back in town!)13.12.2009
12.00 Uhr
2. Zürcher Zine Sezession

Key Visual 2009
Andrew Jeffrey Wright (Philadelphia)
Anne Käthi Wehrli & Lena Reiser (Zürich)
Asher Penn (New York)
Asterisk (Tallinn)
Bedford Press (London)
Beni Bischof (St. Gallen)
Boa Books (Geneva)
Cafe Royal (Southport)
Camilla Candida Donzella (Milano)
Chinese Wax Job (Honolulu)
Duke Press (London)
Dynasty Zine (Athens)
Elk (New York)
Emanuel Tschumi (Zürich)
Eric Andersen (Zürich)
Eric Marth (Virginia)
Erik van der Weijde (Amsterdam)
Ethan Hayes-Chute (Berlin)
Famicon (London)
Faund (Lausanne)
Flag (Zürich)
Für Immer (Zürich)
Grilli (Bern)
GRRRR (Zürich)
HAHA Höland Annett & Haas Anna (Arnhem)
Hekuzuku (Zürich)
Himaa (Tokyo)
Innen (Budapest)
Islands Fold (Victoria)
Kaugummi (Rennes)
Les Editions du 57 (Dunkerque)
Malheft (Zürich)
Marsplastik (Zürich)
Motto (Berlin)
Nazi Knife (Lyon/Paris)
Nicole Bachman (London)
Nieves (Zürich)
Ooga Booga (Los Angeles)
Piczine (Paris)
Pipifax (Zürich)
Püre Bildmagazin (Zürich)
Public Library (Santiago)
Retard Riot (New York)
Robin Cameron (New York)
Rollo Press (Zürich)
Samuli Blatter (Luzern)
Sergej Vutuc (Heilbronn)
Shoboshobo (Paris)
Sister (Los Angeles)
Stefan Marx (Hamburg)
Sumi Ink Club (Los Angeles)
The Kingsboro Press (New York)
The Lions (Montreal)
Turbo Magazine (Biel/Bienne)
Zines Mate (Tokyo)
+
"The Fetish and the Hero: Eight Easy Pieces"
by Sam de Groot (Amsterdam)
Live Concert
by Die Welttraumforscher (Zürich)
A Nieves & Rollo Press Happening

Illustration by Flag
19.00 Uhr
Theory Tuesdays
Film: "Back to Fucking Cambridge" by Otto Mühl and Terese Panoutsopoulos (1987)

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> AA Human Rights, 1977
> Back to Fucking Cambridge, 1987
17.00 Uhr
Graphic Design for and Against Cities
"Salon de Recherche": Axel John Wieder, Curator Künstlerhaus Stuttgart (with Ruedi Baur, Miguel Robles-Duran, Vera Kockot, Jesko Fezer and Matthias Görlich)
The first Civic City Display in the Showcases of Corner College is centered around the question of a critical representation of urban issues. It presents graphic works by Zak Kyes and Metahaven.
"Graphic Design for and Against Cities" refers to the research exhibition by the Amsterdam based design collective Metahaven "Stadtstaat. A Scenario for Merging Cities", previously shown in Künstlerhaus Stuttgart and Casco, Utrecht, and the group exhibition "Dubai Düsseldorf" at Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, which included work by London graphic designer and publisher Zak Kyes. Around the same time in 2009, both exhibitions were concerned in different ways with imaginary merged cities as a phenomenon of globalization. The works of Metahaven and Zak Kyes deal with the potentials of visual communication in the representation of such cities as well as with the possibility of graphic critiques of strategies for urban marketing and its image politics.
Duration of the exhibition: 17.12.09–10.01.2010
20.00 Uhr
Graphic Design for and Against the City
Exhibition opening and "Salon de Recherche": Metahaven (with Ruedi Baur, Miguel Robles-Duran, Vera Kockot, Jesko Fezer and Matthias Görlich)
The first Civic City Display in the Showcases of Corner College is centered around the question of a critical representation of urban issues. It presents graphic works by Zak Kyes and Metahaven.

Dubai Düsseldorf
"Graphic Design for and Against Cities" refers to the research exhibition by the Amsterdam based design collective Metahaven "Stadtstaat. A Scenario for Merging Cities", previously shown in Künstlerhaus Stuttgart and Casco, Utrecht, and the group exhibition "Dubai Düsseldorf" at Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, which included work by London graphic designer and publisher Zak Kyes. Around the same time in 2009, both exhibitions were concerned in different ways with imaginary merged cities as a phenomenon of globalization. The works of Metahaven and Zak Kyes deal with the potentials of visual communication in the representation of such cities as well as with the possibility of graphic critiques of strategies for urban marketing and its image politics.
Duration of the exhibition: 17.12.09–10.01.201019.12.2009
20.00 Uhr
Stage of Desire
In sieben Videos rufen zehn Künstler das Begehren, the desire, le désir als dialektisches Gegenüber des Erkennens auf und an. In den meisten der Arbeiten setzen Darsteller mit großer Schau- und Zeigelust jeweils ein Objekt des Begehrens in eine überraschende Beziehung. Das begehrte Objekt scheint durch das Rollenspiel und das Set verschoben; es gerät ins Driften. Das Videoscreening "Stage of Desire", zusammengestellt von Petra Reichensperger, Stefan Panhans und Eske Schlüters, stellt in Zeiten einer zunehmenden Virtualisierung von Gefühlen und einer wachsenden Simulation von Realitäten auf der Bühne die Frage nach der Vermittlung von Emotionen und nach den Möglichkeiten von Handlungsspielräumen. Die Verschränkung von Realität und Fiktion ist gemeinsames Thema der eingeladenen Künstler, ebenso wie die Selbstbefragung des Mediums Film.
Mit:
Guy Ben-Ner
SECOND NATURE
2008, Video, 10:12 min.
Keren Cytter
DER SPIEGEL
2007, Video, 4:50 min.
Stefan Panhans
IF A STORE CLERK GAVE ME TOO MUCH CHANGE
2009, Video, 15:00 min.
Ming Wong
ANGST ESSEN
2008, Video, 27:00 min.
Eske Schlüters
AFTER THE REHEARSAL
2008, Video, 7:5 min.
Ho Tzu Nyen
THE BOHEMIAN RHAPSODY PROJECT
2006, Video, 6:20 min.
Judith Hopf / Deborah Schamoni / Clemens Schönborn
ELEVATOR CURATOR
2005,Video, 20:00 min.

Stefan Panhans: If a store clerk gave me too much change, 2009
19.00 Uhr
Theory Tuesdays
Text: "Altermodern" Exhibition Catalogue curated by Nicolas Bourriaud (2009)

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> Altermodern Indroduction
> Altermodern T.J. Demos
> Altermodern Okwui Enwezor
24.01.2010
19.00 Uhr
Fair Value
Eröffnung Samstag 9.1.2010 ab 19 Uhr
Dauer 10.1. – 24.1.2010 Di – So 14 – 18 Uhr
Die ökonomische Krise hat nicht nur Anleger und Banker ratlos gemacht. Auch in der Kunst fragen sich Galeristen, Auktionatoren, Sammler und nicht zuletzt Künstler, wie viel die Kunstwerke heute noch wert sind, um die sich die Käufer gestern noch gerissen haben. Waren die Millionenpreise von gestern märchenhafte Fiktion? Ist der Preisverfall heute Ignoranz gegenüber dem Guten und Schönen und den ewigen Schätzen der Kunstgeschichte? Und kommt es überhaupt aufs Geld an? Kann man Ideen in barer Münze messen?
Das Ausstellungsprojekt Fair Value ist eine Antwort auf diese Fragen. Gerrit Gohlke, Chefredakteur des artnet Magazins mit Sitz in Berlin, hat mit einer studentischen Arbeitsgruppe der F+F Schule für Kunst und Mediendesign Zürich die Frage nach dem Wert der Kunst gestellt. Wie lässt sich der Wert messen? Nach welchen Maßstäben entscheidet der Markt, entscheiden Kenner über Kunst und ihre Qualität?
Als Ergebnis wurden alle Studentinnen und Studenten der F+F aufgefordert, ein eigenes Kunstprojekt einzureichen und sich der schulinternen Bewertung zu unterwerfen. Alle TeilnehmerInnen hatten darüber zu entscheiden, welches die besten und wertvollsten Werke sind. Über eine durch den Berliner Medienkünstler Karl Heinz Jeron realisierte Online-Plattform sollte darüber abgestimmt werden, welche Werke in eine Ausstellung aufgenommen werden würden.
So verwandelten sich Wert, Konkurrenz, Markt, Evaluation von abstrakten Begriffen in ein doppelbödiges Spiel um Urteil und Vorurteil, Selbstbehauptung und Fremdwahrnehmung. Der Markt war keine exterritoriale Außenwelt, sondern fand innen statt. Was sich durchsetzt, bestimmten die TeilnehmerInnen selbst. Würden angehende KünstlerInnen vernünftiger entscheiden als Sammler und Investoren? Würde das Publikum am Ende der Auswahl das beste Kunstwerk zu Gesicht bekommen oder nur das konformistischste? Würden soziale Erwartungen entscheiden oder formale Qualität?
In der am 9. Januar 2010 eröffneten Ausstellung wird beides zu sehen sein: Die ausgewählte und ausgezeichnete Kunst ebenso wie das System, nachdem sie benotet wurde. Das Publikum hat die Chance, hinter die Kulissen eines Projekts zu blicken, das so objektiv wie möglich Wert ermitteln wollte und selbst zum spekulativen Marktplatz werden musste. Die Ausstellung zeigt neben den Kunstwerken auch die Bewertungskriterien und den Projektverlauf. Sie ist überdies dank der Ausstellungsgrafik des jungen Zürcher Designers Yves Kellenberger, einem F+F-Absolventen, ein verführerisches Vexierbild über Wert und Bewertung. Sie zeigt nicht nur Kunst, sondern auch die formale Qualität von Zahlen und Daten. Die Bewertungsmaschinerie wird zum anschaulichen und unterhaltsamen Ausstellungsgegenstand.

Fair Value Invitation
Die KünstlerInnen: Tonjaschja Adler, Johanna Bossart, Jonas Bürgi, Rita Capaul, Sheryl Dang, Mia Diener, Joachim Florineth, Yvonne Good, Dominik His, Markus Huber, Leandro Marangoni, Christian Massler, Eva Moline, Miriam Mura, Sabine Mörig, Stina Kasser, Elena Könz, Duncan Phillips, Gregor Röthlisberger, Thomas Schlup, Monika Schmid, Simone Steinegger, Ryan Subramaniam, Silvia Popp, Jana Vanecek, Valentina Vujovic, Judith Weidmann, Karin Wiesendanger, Xiaoqun Wu, Lauren Wildbolz.
Ein Projekt von Gerrit Gohlke und Karl Heinz Jeron für die F+F Schule für Kunst und Mediendesign Zürich. Realisiert von Gerrit Gohlke und Karl Heinz Jeron. Koordiniert von Denise Altermatt, Eva Moline und Silvia Popp. Ausstellungsdesign: Yves Kellenberger12.01.2010
19.00 Uhr
Figures of Speech
Between the different works of Falke Pisano's series "Figures of Speech" there is a circulation and exchange of language, ideas and forms. A transfer from one work to another often involving a change of status, a reflection within a different context or a further elaboration on an idea. Several formulations come back in different works; formulations of ideas for works become works; descriptions of works are used in preceding or following works and there is an exchange between descriptive or explanatory texts about the work and the work itself.
Falke Pisano's work proceeds primarily from an interest in the constructive potential of thought and the possibilities of constructing and solving problems in the field of language by using an analytical and documentary approach in her exploration of the relationship between language and image in order to rethink the position of art today. Through her work with language Falke Pisano activates different features characteristic of it - allowing her to explore multiple presentation forms: performance, reading, lecture, installation, publication, construction of abstract sculptural models, and so forth.

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When Europe Speaks with One Voice
Die Veranstaltungsreihe untersucht die strategische Verwendung von historischem Material im Rahmen künstlerischer Praxen. Anhand von Vorträgen soll thematisiert werden, wie bildende Künstler gegenwärtig historisches Material benutzen um aktuelle Diskurse zu befragen oder zu unterminieren, und welche narrativen Modelle von (Kunst-)Geschichte dieser Beschäftigung zugrunde liegen.
"When Europe Speaks with One Voice" wird veranstaltet vom Master of Fine Arts (ZHdK), unter der Leitung von Lucie Kolb und Romy Rüegger.13.01.2010
17.00 Uhr
Roundtable -- An Atlas of Radical Cartography
presented by Civic City
mit Lize Mogel, Alexis Bhagat (Kuratoren der Ausstellung)
und Matthias Görlich (Forscher D2C, White Spots Black Holes)
18.30 Uhr
About the medial representation of the city
Virtual, cartographic, diagrammatic, processual
mit Philippe Rekacewicz (Le Monde Diplomatique), Lize Mogel, Alexis Bhagat (Kuratoren der Ausstellung) und Matthias Görlich (Forscher D2C, White Spots Black Holes)
19.01.201019.00 Uhr
Theory Tuesdays
This week's Theory Tuesdays will be a Dada Historical Review, held at the Cabaret Voltaire!

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> Hugo Balls Eröffnungs-Manifest
> Hugo Balls Eröffnungs-Manifest in gesprochener Form
> Debbie Lewer - Fuga Saeculi
19.00 Uhr
Theory Tuesdays
This week's Theory Tuesdays will be a Dada Historical Review, held at the Cabaret Voltaire!

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> Hugo Ball - Lautgedichte
> Hugo Ball - Der Künstler und die Zeitkrankheit
> Hans Ulrich Obrist - Manifestos for the Future
19.00 Uhr
Theory Tuesdays
"Altermodern" continued...
1. "The Ends of Exile: Toward A Coming Universality" by T.J. Demos
2. "Modernity and Postcolonial Ambivalence" by Okwui Enwezor

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> Altermodern Manifesto - Nicolas Bourriaud
> The Ends of Exile - Toward A Coming Universality by T.J. Demos
> Modernity and Postcolonial Ambivalence by Okwui Enwezor
19.00 Uhr
Theory Tuesdays
Selected writings of Hal Foster:
1. "The Artist As Ethnographer?"
2. Excerpts from "Design and Crime"

Hal Foster
> The Artist As Ethnographer?
> Design and Crime
> This Funeral is for the Wrong Corpse
19.00 Uhr
Theory Tuesdays
The White Cube and The Studio
1. "Inside The White Cube" by Brian O'Doherty (Introduced by Daniel M.)
2. "Studio And Cube, On The Relationship Between Where Art Is Made And Where Art Is Displayed" by Brian O'Doherty

White Cube
20.00 Uhr
Ästhesen — zeitgenössische Kunst denken #6:
Erlaubt ist, was nicht stört!
Eine (mehrere) These(n) zur Kunst im öffentlichen Raum
Zahlreich sind die Froschbrunnen und bildungsbürgerlichen Akt-Skulpturen in den Pärken, vor Ämtern und auf Plätzen der Stadt Zürich. Die meisten der herzerwärmenden Figuren werden jedoch bald das Zeitliche segnen, denn Zürich baut um. Das neue Domizil der ungeliebten Figuren lautet nach der offiziellen Sprachregelung "Transitraum", wo die ortsspezifischen Werke endgültig ihre Relevanz verlieren werden. "Kunst im öffentlichen Raum", d.h. im Stadtraum parkierte Kunstobjekte, besitzen ein Ablaufdatum. So zumindest muss man folgern, wenn man historisch den Umgang mit der Kunst im Stadtraum Zürichs betrachtet. Nur "hochwertige" Skulpturen verdienen es, die Passantinnen und Passanten weiter zu erfreuen. Kunst im Stadtraum – so die provokative These – ist deshalb immer ephemer, für kurze Zeit geduldet, nicht aber erwünscht. Vielleicht auch unbedeutend. Und das was heute aufgestellt und geplant wird, dient mehr einer Identitätspolitik als einer kontrovers zu diskutierenden Kunst. Man kann dies einfach konstatieren oder wieder polemisch formulieren: Schluss mit der "Kunst im öffentlichen Raum" - für eine Kunst Stadtraum!

Aesthesen Vol. 6
"Ästhesen" beabsichtigt künstlerische Praktikerinnen und ästhetische Theoretikerinnen im Rahmen eines öffentlichen Anlasses miteinander kurzzuschliessen und damit eine Schnittstelle für eine gemeinsame theoretische Reflexion jenseits von Feuilleton oder Akademie zu eröffnen. Die Form orientiert sich primär am Dialog, inhaltlich soll es um aktuelle ästhetische Problemstellungen gehen. Ziel ist es, dass sich ein reflexives und vermittelndes Gespräch mit Bezug zur zeitgenössischen Kunst entfalten kann, an dem die verschiedenen Protagonistinnen des Kunstsystems gleichermassen teilnehmen und von einander profitieren, indem sie nicht nur über einander, sondern auch miteinander reden.
Die Diskussion wird jeweils mit einer Eingangsthese initiiert, die von einer eingeladenen Person vorgestellt wird. Im Anschluss werden Fragen, Beobachtungen und Phänomene gemeinsam diskutiert werden. Die vorgestellte These soll auf einer pointierten Fragestellung basieren oder einem scheinbaren Widerspruch im Kunstsystem, der ein Mindestmass an theoretischem Problembewusstsein und Hintergrundwissen voraussetzen kann, zugleich aber losgelöst von systematischen Theorien bzw. ohne deren fundierte Kenntnis erörtert werden kann.23.02.2010
19.00 Uhr
Theory Tuesdays
"Migrants of Identity" by Nigel Rapport and Andrew Dawson
1. Introduction: The Topic and the Book
2. Chapter 1: Home and Movement: A Polemic

Migrants of Identity
> Introduction - The Topic and the Book
> Home and Movement - A Polemic
20.00 Uhr
The Uncanny --
Mike Kelleys schillerndes Langzeitprojekt

The Uncanny, 1993
Zur Zeit für 730 € bei Amazon im Angebot – "The Uncanny by Mike Kelley, artist" der Katalog zur vielbeachteten Ausstellung in der Tate Liverpool und dem Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig in Wien, 2004, ist mein Einstieg zu Kelleys Auseinandersetzung mit dem Unheimlichen, wie es als ästhetische Qualität von Freud beschrieben und von Kelley für den Ausstellungsraum angewandt wurde. Das Buch enthält neben den üblichen Komponenten eines Ausstellungskatalogs, wie Vorwort, kontextualisierende Essays, Werkverzeichnis, Dank usw., eine Erklärung von Kelley selbst sowie eine Reihe von Installationsansichten, die deutlich machen, dass die beiden Ausstellungen in Liverpool und Wien Reinszenierungen einer vorausgegangenen Ausstellung sind. Für die hatte sich Kelley 1993 im Rahmen der Skulpturenausstellung Sonsbeek im holländischen Arnheim die Rolle eines Kurators angeeignet, und zu deren Anlass und Dokumentation ebenfalls einen Katalog publiziert. Daraus ergeben sich eine Reihe von Fragen, denen ich in meinem Vortrag nachgehen werde. Was war der Kern der Ausstellung von 1993? Was mag zu Kelleys Rollenwechsel von Kurator zu Künstler geführt haben? Wie unterscheiden sich die beiden Publikationen? 02.03.2010
19.00 Uhr
Theory Tuesdays

Incomplete Open Cubes
Conceptual Art
> Sol LeWitt - Paragraphs on Conceptual Art
> Peter Goldie and Elisabeth Schellekens - Who's afraid of Conceptual Art
19.00 Uhr
Theory Tusedays
--- "Foksal Gallery and the Notion of Archive: Between Inventory and Place" by Pawel Polit
Foskal Gallery and the Notion of Archive -- Between Inventory and Place

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19.00 Uhr
An die Wand!
Aufstand, Subversion und die kulturelle
(Wieder-)Aneignung des Politischen
In der südmexikanischen Stadt Oaxaca, Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates, bestimmte in der zweiten Jahreshälfte 2006 ein Aufstand das politische, kulturelle und soziale Leben. Nachdem die von breiten Teilen der Bevölkerung unterstützte Erhebung Ende November mit Hilfe der Bundespolizei brutal niedergeschlagen worden war, gehörte es zu einer der ersten Maßnahmen der Behörden, alle Graffiti und Spuren von Street Art an den Wänden des historischen Zentrums und weit darüber hinaus zu übermalen. War die politische Wandmalerei zu subversiv?
Dass nicht jede Äußerung an den Wänden des öffentlichen Raumes diesen erst als emanzipatorischen konstituiert oder subversiv in ihn interveniert, lässt sich gerade in Mexiko zeigen, wo die politische Wandmalerei ("Muralismus") durchaus staatstragende und tourismusanziehende Funktionen erfüllt (hat). Dennoch zeugen auch diese bemalten Wände von der Geschichte der Involviertheit künstlerischer Praktiken in jene sozialer Bewegungen – eine Geschichte, die die akademische Kunstgeschichte bis heute weitgehend ignoriert.

"Arte Jaguar", Oaxaca, Mexiko
Entgegen dieser Ignoranz ebenso wie gegenüber einem linken Euphorismus, der in jedem Wandbild Akte kreativer Subversion entziffert, gilt es, sich auf die Suche nach Kriterien für das Subversive der Kunst zu machen. Repression, wie das behördliche Übermalen von Bildern, kann ein solches Kriterium kaum sein. Man findet sie eher in der Beantwortung der Frage, wie sich Formen der "Insurrektion" (Negri) mit dem Kampf um das "kollektive Unbewusste" (Bourdieu) verknüpfen.11.03.2010
11.00 Uhr
Unter einer Decke &
INDEXTINE
Die beiden Kunstschaffenden Asia Andrzejka Amorin und Mirko Baselgia zeigen ihre neuesten Arbeiten – eine Veranstaltung initiiert von Aline Juchler.
Während Amorin sich in ihrer Malerei mit der Ambivalenz von Eingrenzung und Ausgrenzung verschiedener Individuen in einem sozialen, kulturellen, politischen Milieu beschäftigt, fordert die räumliche Installation der Gemälde den Betrachter zu ungewohnten Sichtweisen. Auch führt sie in einem fiktiven Kontinuum zwischen Absehbarkeit und Offenheit spezifische Handlungen an öffentlichen und halböffentlichen Orten aus, welche sich in verschiedene Situationen des alltäglichen Lebens übertragen lassen, sei es in soziale, ökonomische oder in interkulturelle Bereiche.
INDEXTINE ist eine Inszenierung in 11 Akten. Die junge Wissenschaftlerin Tine (Christine Milz) stellt fest, dass sie bei ihren Forschungen an der Welt, auf sich selbst zurückgeworfen wird. Sie versucht in einer Reihe von Versuchen mehr über sich selbst herauszufinden, um vielleicht auch mehr über die Welt zu erfahren. Tatsächlich führen die Spuren häufig zu ihrer Mutter, welche bei der Übertragung der Strukturen durch die Muttersprache ein dichtes Muster hinterlassen hat. Die gestalterischen Experimente sind teilweise spielerisch angelegt und teilweise durch schweres Scheitern gekennzeichnet.

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Ausstellung
Asia Andrzejka Amorin, "Unter einer Decke"
Inszenierung
Mirko Baselgia, "INDEXTINE", Inszenierung in 11 Akten
Text/Regie
Michèle Graf und Mirko Baselgia
Schauspiel
Christine Milz
Musik
Ursina Braun (Komposition)
Alexander Fickel (Perkussion)
Andrea Siri (Horn)
Barbara Oehm (Violoncello)
Sarah Tysman (Celesta)
N.N. (Kontrabass)
N.N. (Oboe)
Dank an
Holzpunkt AG
www.triptrap-holzpflege.ch13.03.2010
21.00 Uhr
Soirée "Komfort"
A Magazine from the Czech Republic
"Komfort magazine is a non-commercial project based in Prague, Czech Republic. Completely DIY and Do It Together. This we see as a significant factor - it means we are not subordinate to any erratic publisher or advertiser. The purpose of Komfort Mag is to reverse the traditional idea of a magazine, as something which relies mainly on text. That's why Komfort is 70% pictures, illustrations or photography. Words are not enough to describe it. Komfort mag is available in several shops abroad, e.g. the newly opened Motto Store in Zurich. We are going to introduce the whole project itself and particularly the latest issue which has been finished recently."

Komfort Issues 0-3
In addition to the presentation, Chlebíčky and Czech pils will be served. The evening takes place in the presence of the producers of Komfort: Olga Benešová (graphic design), Jiří Karásek (editorial board), Radek Sidun (graphic design), Pavel Turek (editor)
http://www.komfortmag.cz
http://www.facebook.com/komfortmag
"Meet the Makers" is a new series conceived by Corner College in collaboration with Motto Zürich that aims to present contemporary publishing projects by inviting the individuals involved.15.03.2010
19.30 Uhr
Die Brühlbebauung in Leipzig.
Eine städtebauliche Vision der DDR und ihr Ende
Mit dem 1966–68 erbauten Gebäudekomplex am Brühl wurde im Leipziger Stadtzentrum ein modernes städtebauliches Konzept realisiert. Neben den über 400 Wohnungen gehörten ein Warenhaus und ein Kulturzentrum mit Ausstellungsräumen, Bibliothek und Filmsaal zu dem Bauensemble, das zu einem Wahrzeichen von Leipzig wurde. 2003 beschloss der Stadtrat einen neuen Bebauungsplan, der ein Einkaufszentrum mit Parkhaus vorsieht. Der bevorstehende Abriss der Brühlbebauung löste kritische Diskussionen über den Umgang mit der DDR-Architektur aus und machte den Gebäudekomplex zu einem Ort der öffentlichen Erinnerung.
http://www.denkenbauenwohnen.de

Fassade am Gebäudekomplex Brühl in Leipzig
Die Architekten Bernhard Tatter und Christian Kügler beleuchten in ihrem Vortrag die Hintergründe dieser Entwicklung und zeigen, wer mit welchen Argumenten welche Innenstadt-Konzepte vertritt und wie in anderen west- und ostdeutschen Städten mit der Nachkriegsmoderne umgegangen wird.

K.K. Forum C.C.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Corner College mit der Schweizerischen Gesellschaft für Kulturwissenschaften (SGKW), sonst am Corner College vertreten mit der Reihe "Forum KK" für Forschung in Kunst und Kultur16.03.2010
19.00 Uhr
Theory Tuesdays
--- Excerpts from "Celebration at Persepolis" by Michael Stevenson

Celebration at Persepolis
19.00 Uhr
Theory Tuesdays
Visiting Artist: Nic Hess
http://www.nichess.ch

Simple Mathematics
19.00 Uhr
Theory Tuesdays
--- Mladen Dolar’s "What's In A Voice"
--- Video Lecture: Mladen Dolar's "What’s In A Voice"
http://vimeo.com/7667628

Mladen Dolar
19.00 Uhr
Theory Tuesdays
--- Excerpts from "Producing Publics / Making Worlds! On the Relationship Between the Art Public and the Counterpublic" by Marion von Ostern
13.04.201019.00 Uhr
Theory Tuesdays
--- "The Fracturing of Globalization" by Julian Stallabrass
--- "Acting Out in the City: Artistic Intervention as Production of Public Space" by Hou Hanru

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19.00 Uhr
Theory Tuesdays
--- Film: "Ameise der Kunst" by Jonathan Meese

Jonathan Meese
19.00 Uhr
Theory Tuesdays
--- "Design Thinking or Critical Design?" by Rick Poynor
--- "Middle Culture: Designers, Artists, Professionals" by Camiel van Winkel

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